Kornelimünster - Kornelimünster: Eltern machen gehörig Druck

Kornelimünster: Eltern machen gehörig Druck

Von: Peter Schopp
Letzte Aktualisierung:
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Viele Fragen an die Verwaltung, aber bisher keine Antworten: Die Eltern der Grundschule Kornelimünster machen in Sachen Betreuungsangebote weiter Druck – so wie am Mittwoch in der Bezirksvertretung. Foto: Steindl

Kornelimünster. Der jüngste anwesende Bürger war gerade einmal wenige Monate alt, die meisten anderen dafür im Erwachsenenalter. Sie alle trieb bei der Sitzung der Bezirksvertretung Kornelimünster/Walheim am Mittwoch nur ein Thema um: Die drohende Verlagerung der schulischen Mittags- und Nachmittagsbetreuung „SpielRaum“ aus der alten Grundschule heraus in den benachbarten Neubau.

Das Projekt, getragen durch den Förderverein der Schule, soll nach Vorstellung der Verwaltung aus dem alten Gebäude in die neuen Räumlichkeiten mit sogenannter multifunktionaler Nutzung umziehen, was nach Meinung der anwesenden Eltern sowohl den Verlust an Fläche für die Kinder als auch die Verringerung der pädagogischen Qualität der Kinderbetreuung zur Folge hätte.

Bezirksbürgermeister Jakob von Thenen (CDU) ergriff sofort das Wort und machte die zahlreichen Besucher darauf aufmerksam, dass das Thema Schulbetreuung gar nicht auf der Tagesordnung stehe, was aber die Eltern nicht davon abhielt, in der Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner ihre Bedenken und Sorgen zu äußern.

Zahlreiche der Fragen wie die nach den Kosten für notwendige Umbauten, der Betreuungsqualität, dem Grund der geplanten Verlagerung oder der Berücksichtigung der entstehenden Neubaugebiete bei der Berechnung der zu erwartenden Betreuungsplätze gingen an die Adresse der Fachverwaltung, von der kein Vertreter vor Ort war.

Von Thenen las deshalb eine Mail aus Reihen der Schulverwaltung vor, in der diese erklärte, weder die in der vorherigen Sitzung (9. November, wir berichteten) gestellten noch neu hinzukommende Fragen im Moment beantworten zu können, da die Diskussion im politischen Raum geführt würde und die Ergebnisse eines öffentlichen runden Tisches zu diesem Thema abgewartet werden sollen.

Die Brisanz des Themas wurde deutlich, allein, es gab an diesem Abend keine Antworten. Eine weitere Frage beschäftigte die Anwesenden darüber hinaus: Lassen die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr 2017/2018 bereits jetzt vermuten, dass sie die Beantragung einer dritten Anfängerklasse rechtfertigen würden? Ist dann nicht mit noch mehr Betreuungsnotwendigkeit zu rechnen? Diese und noch viel mehr Fragen werden an besagtem runden Tisch gestellt werden, und dann soll die Verwaltung den Bürgern ihre Fragen beantworten.

Ein Punkt, der dann aber auf der Tagesordnung stand, betraf die Vergrößerung der Fläche des Naturparks Nordeifel auf dem Gebiet der Stadt. Als Gründungsmitglied des Vereins Naturparks Nordeifel hatte die Stadt bisher einen Anteil von 12,8 Quadratkilometern am Naturpark, hauptsächlich bewaldete Flächen im städtischen Besitz.

Der Plan sieht eine Flächensteigerung um 19 Quadratkilometer vor und würde ein Anwachsen der Bewohnerzahl, die dem Naturpark Nordeifel zugerechnet werden könnte, von 500 auf 10.000 bedeuten. Elmar Wieczorek vom Fachbereich Umwelt legte dar, dass die Ausdehnung keine Nachteile für die betreffenden Gebiete und die dort lebenden Menschen habe. Vielmehr bestünde die Möglichkeit, durch Erhöhung der Fläche und der Bewohnerzahl deutlich höhere Fördermittel zu aktivieren, zum Beispiel für die Verbesserung der Wegmarkierungen oder das Anlegen neuer Wege.

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