Korneli-Oktav: Eine Woche der Barmherzigkeit

Von: André Schaefer
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Beginn der Korneli-Oktav in Ko
Beginn der Korneli-Oktav in Kornelimünster: Propst Ewald Vienken (hinten) und seine Konzelebranten eröffneten gestern in der Pfarrkirche feierlich die Woche. Foto: Kurt Bauer

Kornelimünster. Die Glocken ertönen, zahlreiche Leute machen sich auf den Weg zum Marktplatz in <b>Kornelimünster.</b> Erste Anlaufstelle: die Propsteikirche St. Kornelius. Schnell wird klar, hier feiert die diesjährige Korneli-Oktav ihren Auftakt. Am Sonntagvormittag wurde der Start des einwöchigen Programms offiziell eingeläutet.

Im Rahmen des Festgottesdienstes begrüßte Propst Dr. Ewald Vienken unter der musikalischen Begleitung des Propsteichores sowie der Korneliusbläser die Besucher in der gut gefüllten Kirche, die auch in den kommenden acht Tagen für viele der Mittelpunkt sein wird. Bis zum kommenden Sonntag, 18. September, werden im kleinen Ort an der Inde bis zu 2500 Besucher erwartet, unter ihnen zahlreiche Pilger aus der ganzen Städteregion.

Unter dem aus der Bergpredigt stammenden Leitgedanken „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden”, steht die Korneli-Oktav - ein Gedanke, der bewusst ausgewählt wurde. Im Alten Testament wird die Barmherzigkeit bereits als eine herausragende Eigenschaft Gottes beschrieben. Ewald Vienken spannte in diesem Zusammenhang den Bogen zur heutigen Gesellschaft. „Was bedeutet heute Barmherzigkeit für uns Menschen? Gibt es diese Barmherzigkeit überhaupt noch in einer Geschäftswelt, in der oft die Ellbogen ausgefahren werden”, fragte der Propst der Pfarrgemeinde St. Kornelius Kornelimünster und St. Brigida Venwegen.

Am Tag des 11. September

Es mag sicher Zufall sein, dass die diesjährigen Oktav-Tage ausgerechnet am 11. September ihren Auftakt feiern - jenem Tag, der vor zehn Jahren die ganze Welt in Atem hielt. Gerade deswegen erhalte der Begriff der Barmherzigkeit ein besonderes Gewicht. „Man darf nicht vergessen, dass zahlreiche Helfer vor zehn Jahren nach den Anschlägen vor Ort waren, um Menschen in Not zu helfen”, betonte Vienken.

Allerdings bedeute Barmherzigkeit auch, sein Herz in „kleinen Dingen des Lebens” anderen zu öffnen. Bis zum Sonntag wird es täglich einen Gottesdienst in der Propsteikirche geben. Der Abschlusstag steht erneut ganz im Zeichen der feierlichen Schlussandacht mit der Reliquienprozession.
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