Konzept für einen „Pocket-Park“ hinter dem City-Center

Von: Valerie Barsig
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Erste Schritte zur Verbesserung: RWTH-Studenten erproben im „Pocket-Park“ hinter dem City-Center „grüne Sitzinseln“. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Zwischen Matthiashofstraße und City Center hinter Mauern und Häusern versteckt liegt eine kleine Fläche Grün. Dorn im Auge der Anwohner, da ehemals Treffpunkt für zwielichtige Gestalten und Umschlagplatz für Drogen. Das soll sich nun ändern: Mit Geografie- und Architekturstudenten der RWTH sucht die Stadt nach Möglichkeiten, den „Pocket-Park“ wieder attraktiver zu machen.

„Es wurde bereits ein Fragebogen an Anwohner, benachbarte Geschäftsleute und Passanten verteilt“, erklärt Renate Prömpeler vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen. Herausfinden, was von Anwohnern gewünscht ist, sie zum Mitmachen animieren, das sei das Ziel. Bis nächstes Jahr soll ein Konzept entwickelt werden, damit der Park attraktiver wird.

„Das Hauptproblem ist, dass der Park im Moment noch ein Angstraum ist“, sagt auch Peter Wackers, Geografiestudent an der RWTH. Mit seinen Kommilitonen sammelt er per Flipchart Ideen der Anwohner, kommt mit ihnen ins Gespräch. In einer Mitmachaktion bastelt er aus alten Holzpaletten Sitzgelegenheiten – denn die fehlen in der Parknische. Dass er für das Seminar mehr Zeit aufbringen muss als normalerweise, stört ihn nicht. „Endlich mal ein aktiver Teil im Studium“, findet er. Wo man Ergebnisse der Umsetzung sehen könne, mache das eben Spaß, sagt Wackers.

„Junge Menschen haben oft Ideen, auf die wir bei der Stadt gar nicht kommen“, gibt Renate Prömpeler zu. Veronika Stützel ist vom Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und freut sich für ihre Studenten. „Echte Stadtplanung erleben, das können die jungen Leute hier. Sie sind Teil des Planungsprozesses, denn ihre Ergebnisse werden sie der Stadt vorstellen.“ Das bringe nicht nur die Studenten weiter, sondern auch die Parkerneuerung voran. Besonders an der Beleuchtung muss sich etwas tun, der Park darf nachts nicht mehr im Dunkeln liegen. Erste Schritte sollen dafür schon im Spätsommer oder Herbst eingeleitet werden.

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