Konsulat ruft neuen Junior-Beirat ins Leben

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Junge Perspektive: der designierte türkische Honorarkonsul Uwe Merklein mit der Vorsitzenden des neuen Junior-Beirats, Dilek Bayrak. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Dilek Bayrak, die an der RWTH Aachen ein Lehramtsstudium mit den Fächern Deutsch, Französisch und Wirtschaftswissenschaften absolviert hat, fungiert im Konsulat als Manager Assistant. Sie ist zudem Vorsitzende des konsularischen Junior-Beirats.

Ist solch ein Junior-Beirat in Konsulaten üblich?

Bayrak: Nein, überhaupt nicht. Das gibt es auch in den Vertretungen anderer Länder meines Wissens nicht. Auf Initiative von Uwe Merklein wurde der Junior-Beirat des türkischen Konsulats in Aachen gerade erst ins Leben gerufen. Wir wollen die Interessen junger Türken – darunter natürlich auch Studierende und Unternehmer – stärker in den Fokus nehmen. Das ist der Türkei sehr wichtig. Unsere Aachener Initiative ist deswegen auch beim türkischen Botschafter in Berlin auf offene Ohren gestoßen. Er unterstützt das ausdrücklich.

Was besprechen Sie im Junior-Beirat, was möchten Sie bewirken?

Bayrak: Wir möchten mit sieben jungen Menschen eine junge Perspektive von unter 30-Jährigen auf türkische Themen bieten. Wir möchten als Deutsch-Türken nicht in eine bestimmte Schublade gesteckt werden, sondern weltoffen und kontaktfreudig arbeiten. Wir möchten für junge und mit jungen Menschen arbeiten. Dabei geht es uns nicht darum, eine Vereinsrolle zu übernehmen – wir neigen eher zur Neutralität. Erste Schritte sind jetzt eingeleitet, um ein kulturelles Konzept für das Jahr 2018 auf den Weg zu bringen.

Geht es da nur um Imagepflege?

Bayrak: Nein. Das Ziel ist nicht, uns als Türken für irgendetwas zu rechtfertigen, sondern über positive Aktionen ein differenzierteres, ein wieder positiveres Bild zu vermittelt. Davon sollen Türken und Deutsche gleichermaßen profitieren.

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