Aachen - Kompetenzzentrum Mobilität der FH war zu teuer

Kompetenzzentrum Mobilität der FH war zu teuer

Von: Valerie Barsig
Letzte Aktualisierung:
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Wenig Bewegung im Mobilitätszentrum: Eigentlich sollte der 40-Millionen-Euro-Neubau längst stehen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Eigentlich sollte es längst fertig sein: Das neue Kompetenzzentrum Mobilität der FH Aachen. Stattdessen steht auf dem Baugelände an der Hohenstaufenallee, Ecke Mariabrunnstraße nur ein einsamer Bagger im Schnee. 2009 wurden die Kosten für das neue Gebäude, in dem Elektrotechniker, Maschinenbauer, Mechatroniker sowie Studenten der Luft- und Raumfahrttechnik neue Lehr- und Forschungsräume bekommen sollen, auf 40 Millionen Euro veranschlagt. Doch dann wurde das Mobilitätszentrum ausgebremst.

„Die 40 Millionen Euro wurden von der Landesregierung nicht genehmigt“, erklärt Bernd Klass vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Also habe man umplanen müssen. Die Folge: Die Forschungsräume des Gebäudes wurden verkleinert, mehr Platz für Lehrräume sind geplant. Eins von 2009 noch drei geplanten Kellergeschossen fällt weg. Und der Zeitplan ist aus allen Fugen geraten.

Nun soll der Neubau nur noch 32 Millionen Euro teuer sein, damit ist auch die Landesregierung einverstanden. „Die Zusage kam im Sommer, dann haben wir den Bauantrag vorgelegt“, sagt Klass. Kompromisse seien zwar notwendig gewesen, „jetzt haben wir aber einen Stand erreicht, mit dem alle zufrieden sind“, kommentiert Klass das zweijährige Hin und Her.

Ein ganz anderes Kommunikationsproblem ist dann letzte Woche entstanden: Auf dem Gelände wurden Wurzeln von Bäumen entfernt, die dort gestanden haben. „Dabei ist ein Glasfaserkabel beschädigt worden“, berichtet Klass. Folgenschwer: Das Studentenwohnheim am Mattschö-Moll-Weg steht seitdem ohne Internet da. 189 Einzelzimmer gibt es dort und 96 Appartments – für zwei bis drei Personen. Betroffen sind also mehr als 400 Studierende.

Das Kabel sei in den Plänen nicht eingezeichnet gewesen, erklärt Klass. Die Reparatur sei aufwendig und werde im Moment vom Wetter verhindert. „Nächste Woche sollte aber alles wieder funktionieren.“ Dann ist der Boden nicht mehr gefroren und auch die ersten Bauarbeiten am das Kompetenzzentrum Mobilität können beginnen – nach langer Wartezeit.

Wann das Gebäude endgültig fertig sein soll, darauf will man sich beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb nicht festlegen. Ein endgültiger Zeitpunkt für den Bauschluss könne erst nach verlässlicher Terminplanung vorgelegt werden, sagt Bernd Klass.

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