11726592.jpg

Kommentiert: Seltene Kröten (noch) nicht in Sicht

Ein Kommentar von Robert Esser

Das Dilemma klingt unlösbar. Auf der einen Seite engagierte Kulturschaffende, die das größtenteils traurig verwaiste Lufo-Gelände beleben. Auf der anderen Seite Anwohner, die dort seit Jahrzehnten die Ruhe im reinen Wohngebiet schätzen. Der Kimiko-Ärger war programmiert.

Ein Wunder, dass es bis zum öffentlichen Ausbruch des Krachs drei Jahre gedauert hat. Zumal es ja auch erklärtes Ziel der Stadt war, das Areal am Lufo endlich zu beleben – also häufiger publikumsträchtig zu bespielen. Möglichweise ist man da bloß etwas über das Ziel hinausgeschossen. Was nun dankenswerterweise dazu führt, dass der Veranstalter über ein optimiertes Konzept nachdenkt. Das verdient Respekt.

Familiärer, kleiner – und damit auch leiser. Womöglich hätten die Veranstalter früher den Weg in die Nachbarschaft suchen müssen, um für ihr Projekt – das schließlich nur drei Tage „Lärm“ pro Jahr verursacht – zu werben. Denn ganz sicher ist es richtig, das herausragende Ludwig Forum häufiger in den Mittelpunkt von Veranstaltungen zu stellen. Es verdient fraglos viel mehr Publikum, nicht nur donnerstags bei freiem Eintritt.

Aber die Nachbarschaft in einem tatsächlich reinen Wohngebiet hat eben auch Rechte – obwohl diese offenbar nicht so weit reichen wie das Recht auf Ruhe von ein paar Kröten in der Jülicher Zitadelle. So oder so: Hoffentlich ist der Streit mit dem Kimiko-Kompromiss beigelegt. Sonst dürften bald ein paar schützenswerte Kröten am Lufo auftauchen, wetten?

Leserkommentare

Leserkommentare (3)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert