Kommentiert: Schlimmer geht immer

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Kommentiert: Schlimmer geht immer

Ein Kommentar von Stephan Mohne

Oberhausen: fünf von acht Schwimmhallen geschlossen, Musicaltheater verkauft. Essen: Bäder und Bibliotheken geschlossen. Duisburg: Wassertemperatur in Schwimmbädern stark gesenkt (in denen, die noch nicht geschlossen wurden). Krefeld: keine Pflanzung von Frühlingsblumen im Stadtgebiet. Waltrop: Schwimmbad dichtgemacht.

Weitere Städte: drastische Erhöhung von Eintrittsgeldern, Park- und Leihgebühren sowie Steuern, Schließung sämtlicher Stadtteilbibliotheken, Streichung von Zuschüssen für Vereine und Verbände, Schulschließungen, Beförderungsstopp, Nothaushalte, Sparkommissare, Fremdbestimmung, Milliarden-Schuldenberge.

Und Aachen: keine Schwimmhalle, keine Bibliothek, keine VHS, kein Theater geschlossen, kein Nothaushalt, keine Fremdbestimmung. Da geht es uns doch vergleichsweise gut bis sehr gut. Der Kämmerin und ihrem Team mag auch das Glück der Tüchtigen hold bleiben – mit niedrigen Zinsen und ordentlichen Steuereinnahmen.

Dass es nicht ewig mit den Millionendefiziten so weitergehen kann, dass natürlich gespart werden muss, dass keine (zusätzlichen) großen Sprünge drin sind, ist klar. Aber – siehe Oberhausen, Essen, Krefeld, Duisburg und Co.: Schlimmer geht immer.

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