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Kommentiert: Mit Gewalt in die Irre geführt

Ein Kommentar von Robert Esser

Der Polizeipräsident ist unschuldig. Dass die Kriminalstatistik zum Teil irreführende Daten vermittelt, ist landesweit nach Vorgaben des NRW-Innenministeriums üblich – vor allem bei Gewaltdelikten.

Ein Rückgang hört sich einfach besser an – auch wenn die Gesamtzahl der Körperverletzungsdelikte stetig steigt. Fakten, die auch das Präsidium kennt. Unfassbar, aber wahr. Noch ein Beispiel: Während nicht einmal sechs Prozent der Taschendiebstähle von der Polizei aufgeklärt werden können, weist deren Kriminalstatistik bei Ladendiebstählen eine sagenhafte Aufklärungsquote von 88,7 Prozent aus.

Warum? Weil Geschäftsleute die Polizei meist nur noch rufen und Anzeige erstatten, wenn sie die Täter selbst schon geschnappt haben. Auch das ist Realität. So sind die statistischen Daten unisono mit großer Vorsicht zu genießen. Das gilt auch für den Ausländeranteil bei mutmaßlichen Straftätern. Und umso mehr für den Anteil von Asylbewerbern.

Dass diese etwa im Bereich der Ladendiebstähle schon 14 Prozent der Tatverdächtigen stellen, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Asylbewerber im Durchschnitt keineswegs mehr Straftaten begehen als Deutsche. Sorgen machen sich Sicherheitsbehörden allerdings um Täter aus Nordafrika. Auf deren Konto gehen seit Jahren – auch vor der Flüchtlingswelle – immer mehr Straftaten. Im deutschen Vergleich steht Aachen trotzdem mit 12.947 Straftaten pro 100.000 Einwohner besser da als Köln oder Frankfurt. Aber wen soll das hier beruhigen?

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