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Kommentiert: Karnevalisten brechen in die Zukunft auf

Ein Kommentar von Albrecht Peltzer

Alaaf! Nein, ganz ruhig bleiben. Noch ist es nicht so weit. Es ist der 19. im 9. und nicht der 11. im 11. Das mögen die einen schade, die anderen ausgesprochen beruhigend finden. Wie‘s gefällt. Aber irgendwie ist ja immer Karneval. Zumindest für Karnevalisten. Oder genauer: deren Funktionäre.

Die können nämlich nicht einfach auf den ersten Tusch warten. Wenn das so einfach wäre. Die Sache ist nämlich ernst. Wofür der Festausschuss Aachener Karneval, der – wir haben es hier schon einmal dezent kritisiert – sich selbst orthografisch völlig falsch AAK statt FAK abgekürzt – bestes Beispiel ist. Beziehungsweise war. Nach ziemlich unnärrischem Knatsch gibt es nämlich jetzt einen neuen Vorstand, und der geht mit Macht an die Arbeit, damit aus Spaß auch wieder Vergnügen wird. „Brückenschlag in eine moderne Zukunft“, lautet das Motto. Darauf eine dreifache Pappnase!

Die Umweltzone kommt, worauf die Luft in Aachen direkt sauberer wird. Oder auch nicht. Der Zusammenhang zwischen Plakette und frischem Wind erschließt sich ohnehin kaum einem. Da die meisten Pkw eine solche Plakette schon haben – und die Luft trotzdem zum Himmel stinkt. Also soll der Luftreinhalteplan dafür sorgen, dass die Luft reingehalten wird.

Was sich ziemlich konsequent anhört. Allerdings nicht in allen Details. Denn das Land, das über die Bezirksregierung für dicke Luft bei den Umweltzonengegnern gesorgt hat, tut selbst alles dafür, dass man in Aachen besser durchatmen kann. Was wiederum in Aachen nicht so besonders ankommt. Gelbe Karte statt grüner Plakette!

Wenn man der Bürokratie Beine macht. . . die eigentlich unglaubliche Geschichte des gehbehinderten Aacheners, dem die Stadt einen Behindertenparkplatz verweigerte, hat jetzt ein positives Ende gefunden. Frei nach dem Motto: Warum nicht gleich so! Ein halbes Jahr hatte die Stadt auf stur geschaltet. Um dann flott einzulenken. Da wiehert der Amtsschimmel!

Jetzt also doch? Hatte es bisher immer geheißen, Konzerte auf dem Tivoli seien nicht möglich, so reifen jetzt Überlegungen, das Stadion für Klassik oder Pop zu öffnen. Schließlich geht es der Stadt darum, die Immobilie so effektiv wie es eben geht zu nutzen. Dank des langfristigen Mietvertrages kann das Eurogress jedenfalls jetzt in Ruhe planen, was neben Fußball und Roulettekugel sonst noch so ins Rollen kommen soll.

Die Woche in Aachens: Auch die vergangenen Tage sind geprägt von der großen Welle der Hilfsbereitschaft in Sachen Flüchtlinge. Linken-Ratsfrau Ellen Begolli hat es in Zusammenhang mit der Geschichte des kranken albanischen Jungen exemplarisch für viele andere Fälle gesagt: „Die Aachener sind einfach fantastisch!“ In diesem Sinne: schönes Wochenende!

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