Kommentiert: Jetzt bitte nur nicht Heia-Bubu machen!

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Kommentiert: Jetzt bitte nur nicht Heia-Bubu machen!

Ein Kommentar von Stefan Herrmann

Suchen Sie gerade eine kleine Wohnung in Aachen? Oder ein WG-Zimmer? Sind Sie zufällig sogar noch Student? Glück gehabt! Denn dann sollten sie ohne allzu große Probleme eine Bleibe finden.

Das muss man zumindest glauben, wenn man die Bilanz der „Extraraum“-Initiatoren heranzieht. Denn die sagen: Die große Wohnungsnot existiert für Studenten in Aachen nicht. Allein: So richtig glauben will man es nicht.

Dafür sprechen vor allem die Zahlen: Die Studierendenzahl ist innerhalb von drei Jahren um 10.000 von 42.000 auf 52.000 geradezu explodiert. Parallel sind gut 1600 neue Betten fürs studentische Volk entstanden. Okay, ein paar wohnen weiter im Hotel Mama, einige zieht‘s in die Nachbarstädte, andere pendeln. Es liegt jedoch die Vermutung nahe, dass das nicht jeder freiwillig tut, sondern notgedrungen auf Plan B umsteigt, da Aachens Wohnungsmarkt doch nicht so viel hergibt, wie einige es verkünden.

Klar ist: Die Kampagne „Extraraum“ ist eine gute Sache. Sie hat dazu beigetragen, dass Bewusstsein zu schärfen für die Wohnungsnöte der Studenten. „Heia-Bubu?“ steht auf einer der knalligen Werbekarten der Kampagne. Augen zu und schlafen legen ist beim Thema Wohnungsnot aber die falsche Strategie. Junge Menschen lernen im Studium, sich eine kritische Grundhaltung zu bewahren. Die ist beim Blick auf den Aachener Wohnungsmarkt besonders gefragt – da mögen Kampagnen-Bilanzen noch so positiv daherkommen.

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