Kommentiert: In 50 Tagen ist wieder Karneval

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Kommentiert: In 50 Tagen ist wieder Karneval

Ein Kommentar von Albrecht Peltzer

Wollten Sie nicht seit langem wissen, wie lange die karnevallose Zeit in Aachen dauert? 50 Tage, von der Prinzenbeerdigung bis zur Auferstehung quasi. Oder von Aschermittwoch bis zur Kür eines neuen Narrenherrschers. Oder zumindest bis zu dessen offizieller Vorstellung.

Da ist man gerade aus der Fastenzeit heraus, hat die letzten Ostereier verputzt und – schwupps – ist man mittendrin im närrischen Treiben. Und Jahr für Jahr fragt man sich: warum? Der AKV scheint es einfach nicht auszuhalten, dieses „Nein, es ist kein Karneval“. Nach dem Karneval ist vor dem Karneval.

Konsequenterweise sollte man dann aber auch – zum Beispiel – im Juni einen Festumzug durch Kullen oder eine Puffelparade in der Thomashofstraße veranstalten. Damit man nicht aus der Übung kommt und auf den 14. Februar 2018 vorbereitet ist. Da ist nicht nur der höchste Feiertag der Floristen – Valentin lässt grüßen! –, da ist auch Aschermittwoch. Und der liegt ja bekanntermaßen rund 50 Tage vor der nächsten Prinzenvorstellung. Die Welt ist jeck!

Geduld! Eine Tugend, die Menschen haben sollten, die derzeit beim Bürgerservice am Katschhof oder am Bahnhof vorsprechen wollen. Mal eben einen Pass beantragen kann eine Sache von Stunden sein. Auch, weil viele Menschen die Ferien nutzen, um Behördliches zu erledigen. Wer mobil ist, sollte sich den Besuch an diesen Servicestellen besser sparen.

In allen Bezirksämtern werden die gleichen Dienstleistungen angeboten. Und – zum Beispiel – das Bezirksamt in Laurensberg ist allemal schöner als das Hochhaus am Bahnhof. Der Tipp der Verwaltung, sich telefonisch einen Termin reservieren zu lassen, ist auch nur der Weisheit halber Schluss. Den Termin bekommt man flott, einen Besuch im Amt in einigen Wochen.

Es hat ein wenig gedauert, aber jetzt ist das supermoderne Hörsaalzentrum der RWTH tatsächlich in Betrieb gegangen. Pünktlich zum Start des Sommersemesters. Ein paar Monate, die sich leider zu Jahren addierten, später als geplant. Machen wir einen Haken unter die Geschichte. Die Studierenden jedenfalls finden ideale Bedingungen vor.

Dass das Kármán – gerade einmal 40 Jahre alt – jetzt größtenteils leer steht, ist die Kehrseite der Medaille. Was mit den Räumen passiert, weiß derzeit offensichtlich kein Mensch. Vielleicht kann man da, wo bisher die Caféteria war, ein Kaffee einrichten. Nur so als Vorschlag....

Die Ferien gehen zu Ende. Wobei, wer hatte alles Ferien? Sie zum Beispiel? Oder Sie? Komischerweise wird immer so getan, als würde eine ganze Stadt in den Urlaubsmodus fallen, nur weil Schüler und Lehrer nicht zur Schule gehen. Frappierend ist aber schon, wie sich das „Nicht-zur -Schule-gehen“ auf das öffentliche Leben auswirkt.

Mailserver schalten auf Sparmodus, Telefone klingeln seltener, und viele Autos, die sonst die Parkplätze blockieren, scheinen in der Toskana zu stehen. Eines ist sicher: Nächste Woche ist Schule, und es gibt keine freien Parklätze mehr. Das Leben ist manchmal ziemlich einfach zu durchschauen. In diesem Sinne: schönes Wochenende!

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