Kommentiert: Hut ab vor den „Oberjecken“

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Kommentiert: Hut ab vor den „Oberjecken“

Ein Kommentar von Stephan Mohne

Alles richtig gemacht! Die Verantwortlichen des Öcher Rosenmontagszugs vom Festausschuss Aachener Karneval – die „Oberjecken“ sozusagen – dürfen sich zusammen mit ihren Koordinierungspartnern beim Ordnungsamt, bei der Polizei und der Feuerwehr auf die jecken Schultern klopfen.

Die „rote“ Unwetterwarnung prangte im Internet, aber die Aachener entschieden sich, den närrischen Tross mit einigen Sicherheitsauflagen loszuschicken, während man in Düsseldorf, Münster, Mainz, Essen etc. aus Angst vor Sturmtief „Ruzica“ das Gegenteil tat.

Ganz ehrlich: Ich hätte nicht in der Haut der Verantwortlichen stecken mögen. Sagst du den Zug ab und es kommt, wie es kam – nämlich wettertechnisch ziemlich entspannt – , bist du für tausende enttäuschte Zugteilnehmer und zehntausende Feierwütige nicht der Oberjeck, sondern der Oberdepp.

Lässt du es laufen und am Ende gibt es durch die Unbillen des Wetters gar Verletzte, bist du nicht minder der Oberdepp und musst dir die Frage stellen lassen: Wie konntet ihr nur?! Eine ganz schwierige Gratwanderung also und eine unglaubliche Drucksituation, der man erst einmal standhalten muss.

Deswegen: Tusch und Hut ab! Und das gilt uneingeschränkt auch für alle diejenigen, die sich in ihren Städten genau andersherum entschieden haben. Hinterher ist man immer schlauer – und im vorliegenden Fall haben eben die Öcher das Glück der Tüchtigen auf ihrer Seite gehabt.

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