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Kommentiert: Eingesperrt!

Ein Kommentar von Albrecht Peltzer

Dass „gut gemeint“ nicht unbedingt „gut gemacht“ bedeutet, trifft auf Teile des Sicherheitskonzeptes beim September Special zu.

Den Markt zu sperren, wenn das Gedrängel zu groß wurde, war natürlich völlig richtig und ohne Alternative. Dass diese Sperre aber zum Beispiel am Freitagabend, als Tausende die Lichtinstallation am Rathaus bestaunen wollten, in beide Richtungen galt, war an Unsinn nicht zu übertreffen.

Eingesperrt! Wer den Markt verlassen wollte, musste vor den unerbittlichen Ordnern kapitulieren. Was dazu führte, dass Hunderte hinein und Hunderte gleichzeitig hinaus wollten. Im wahren Wortsinn: Nichts ging mehr. Eine bedrohliche Situation! Erst nach Protesten wies die Einsatzleitung die Ordner an, zumindest Ausgänge einzurichten. Eine Lehre, immerhin. Denn am Samstag gab es jederzeit die Möglichkeit, den Markt zumindest zu verlassen.

Was aber nicht bedeutete, dass gleichzeitig auch Menschen auf den Markt gelassen wurden – egal wie viele hinausgingen, die Eingangssperre ab 21.33 Uhr galt zunächst weiter unerbittlich. Weil: Die für alle naheliegende Erkenntnis, doch etwa so viele Menschen auf den Markt zu lassen, wie ihn gleichzeitig verlassen, durfte erst auf einer später angesetzten Sicherheitsbesprechung der Verantwortlichen in eine Anweisung an die Schleusenwärter münden. Heiliger Bürokratius!

Übrigens: Viele Menschen kamen eigens zur Laser-Show auf den Markt, frühzeitig, um sich ein Plätzchen zu sichern. Und manche beschwerten sich dann über die auf der Bühne gespielte Musik...

Ziemlich speziell beim September Special, oder?

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