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Kommentiert: Digitale Spuren

Ein Kommentar von Albrecht Peltzer

Der letzte Vierbeiner ist aus dem Sportpark Soers getrabt, jetzt geht es mit Galopp in den Urlaub. Die erste Ferienwoche stand ja noch ganz im Zeichen des CHIO, der bunte und fröhliche Bilder in alle Welt sandte. Jetzt dürfen wir einen Gang zurückschalten. Oder doch nicht?

Den Knalleffekt der Woche lieferten brutale Gangster. Am helllichten Tag marschieren sie am Büchel in ein Juweliergeschäft, bedrohen und verletzen mehrere Menschen und flüchten mit Beute in unbekannter Höhe. Dass die Polizei die Übeltäter nicht schnappen kann, ist schade. Und jetzt kommt der Tourismus ins Spiel. Unverhofft. Denn die Polizei will bei ihrer Recherche natürlich alle Möglichkeiten ausschöpfen. Denkbar oder vielmehr wahrscheinlich sei es, dass Menschen vor der Tat rund um den Tatort private Fotos oder Videoaufnahmen gemacht haben. Zum Beispiel vom Bahkauv, vom Büchel, vom Elisenbrunnen. Selfies, Schnappschüsse und mehr. Und auf einem oder mehreren dieser digitalen Medien könnten durchaus im Hintergrund die späteren Täter herumturnen, so die Ermittler. Noch ist nicht bekannt, ob diese Spur auf den Erfolgsweg führt. Aber zumindest weiß man jetzt, dass das dauernde Handyfotografieren durchaus seinen Sinn haben kann. Wünschen wir den Kriminalbeamten einen guten Blick beim Blättern durchs Fotoalbum.

In Stuttgart drohen Dieselfahrern Fahrverbote. Aber Stuttgart ist ja weit weg. Im Prinzip ja. Aber das Thema Luftreinhaltung steht auch in Aachen ganz oben auf der Agenda. Das Dieselfahrverbot für die Innenstadt ist lange nicht vom Tisch! Sicherlich liegt die IHK richtig in ihrer Einschätzung, dass Übergangslösungen besser als Schnellschüsse sind. Dass sich aber mehr als bisher einiges in Sachen saubere Luft tun muss, wird niemand ernsthaft bestreiten wollen.

Dass die Feuerwache an der Stolberger Straße unter Denkmalschutz steht, erschließt sich vielleicht nicht jedem auf den ersten Blick. Ein Denkmal muss nicht nach herkömmlichen Vorstellungen in ästhetischem Design daherkommen. Der Baustil ist es wert, erhalten zu bleiben. Dass die Bedingungen alles andere als ideal für eine moderne Feuerwehr sind, lag aber seit einiger Zeit auf der Hand. Und daher werden die Beamten nach der Rückkehr aus dem Übergangsdomizil eine andere Wache vorfinden: Außen Denkmal, innen denkbar modern!

Es sind Ferien, und man muss sich schon Gedanken machen, wie man die Menschen in die Stadt lockt. Sandkastenbuddeln auf dem Katschhof war im vergangenen Jahr der Renner. Seit Freitag steht der überdimensionierte Sandkasten wieder zwischen Dom und Rathaus. Kunst und Spiel lautet die Devise. Eine wirklich gute Idee! Und wem es dann doch zu sandig zugeht, der schlendert zum Elisengarten und nimmt im Liegestuhl Platz. Die Initiative „Einkaufen in Aachen“ lädt zum Chillen nach dem Shoppen ein.

In diesem Sinne: schönes Wochenende!

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