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Kommentiert: Die Glücksritter

Ein Kommentar von Albrecht Peltzer

Endspiel? Gab es ein anderes Thema in dieser Woche. Seit spätestens Dienstagabend beherrscht die WM nicht nur die Stammtische. Aber es bleibt genug Raum für andere Themen. Selbst in den Ferien.

Bleiben wir im weitesten Sinne beim Ball und beim Stadion. Kugeln sollen am Tivoli rollen. Kleine, weiße. Da sich das Interesse der VIPs am Fußball derzeit eher in Grenzen hält und mit Fußball wenig Geld verdient werden kann, muss sich die Stadt, die den Tivoli kaufen wird, wohl oder übel nach anderen Einnahmequellen umsehen. Die könnten von der Westspiel GmbH kommen, die für die Zeit der Restaurierung des Neuen Kurhauses ein Domizil für Glücksritter sucht. Vielleicht schafft die Alemannia im gleichen Zeitraum ja den ein oder anderen Aufstieg, dann könnten die so wichtigen Personen wieder am Tivoli schlemmen, wenn das Casino an die Monheimsallee zurückkehrt. Der Glaube stirbt bekanntlich zuletzt.

34 Jahre ist der Flächennutzungsplan für Aachen nicht verändert worden. Höchste Zeit also, neu zu definieren, wie sich Aachen entwickeln soll, wo Veränderungen nötig oder möglich sind, wo Bestehendes zu sichern ist. Nicht alle der jetzt vorliegenden Ideen stoßen auf große Begeisterung. Aufgeschreckt sind zum Beispiel viele Bürger auf Beverau. Zwischen Eselsweg und Kornelimünsterweg könnte ein Wohngebiet entstehen, so die Planer– und haben sofort eine Bürgerinitiative auf den Plan gerufen, die bereits mächtig Wirbel gegen derartige Plan-Varianten macht.

Und wieder einmal kommt in dieser Woche das Thema Bürgerservice auf. Oder besser gesagt: kein Bürgerservice. Oder weniger. Denn die Wartezeiten in den Dienststellen am Bahnhof und am Katschhof sind immer noch extrem lang. Die Stadt sprach von „außergewöhnlichem Andrang“ , wer den halben Tag auf dem Amt verbringt, mag darin auch nichts gewöhnliches sehen. Die gleiche Situation herrscht übrigens beim Straßenverkehrs-amt. Stau – das passt zumindest vom Bild her. Die Stadt verweist derweil darauf, die zahlreichen Möglichkeiten in Sachen Onlineangebote zu nutzen, um das lange Warten zu verhindern. Und man ist dabei, die personellen Engpässe zu beseitigen. Im Herbst, so heißt es, laufe alles wieder normal.

Die Woche in Aachen: Da spielt der Sommer verrückt und lässt es schütten wie aus den sprichwörtlichen Kübeln. So haben sich die Kinder den Ferienstart nicht vorgestellt. Es wird sie wenig trösten: Wir haben Sommer auch anders in Erinnerung. Oder gibt es doch diese Verbindung? Immer wenn Reitturnier ist, regnet es? Die Prognosen sehen glücklicherweise anders aus. Freuen wir uns also auf den CHIO. In diesem Sinne: schönes Wochenende!

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