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Kommentiert: Causa Krenkel beendet, Streit um Plakette

Ein Kommentar von Albrecht Peltzer

Haben wir in der vergangenen Woche an dieser Stelle das rhetorische Talent Christian Krenkels gewürdigt, so gebietet es die Chronistenpflicht, hier auch das Ende der Geschichte zu erzählen.

Denn der Laurensberger Bezirksbürgermeister hat nach seiner missglückten Neujahrsansprache wieder eine Punktlandung hingelegt.

Entschuldigung, Aussprache, Ende. Die Laurensberger Bezirksvertreter lassen den Christdemokraten nicht fallen. Gerade einmal zehn Minuten dauert die Aussprache, dann wird der Fall zu den Akten gelegt. Gut so!

Kleine Plakette, große Wirkung: Dass die Umweltzone jetzt doch in Aachen eingerichtet werden soll, ist das Streitthema der Woche. Wobei die Fronten mehr als eindeutig sind: Aachen auf der einen, Köln (Bezirksregierung) auf der anderen Seite. Dass das grüne Rund an der Windschutzscheibe nur einen marginalen Beitrag zur Luftverbesserung beitragen wird, ist (fast) allen klar. Mancher Ideologe mag in ihr ein absolutes Muss sehen, wer den Blick auf die Stadt als Ganzes wirft, kann nichts Gutes in der Anordnung der Regierungspräsidentin erkennen. In Sachen Luftreinhaltung wird in Aachen schon mehr getan, als anderswo, die Plakette wäre ein Hemmschuh für Handel, Gastronomie, Gewerbe und Pendler. Und ein teurer dazu. Zum Beispiel für die Aseag. Die müsste eine Million Euro in die Umrüstung ihrer Busflotte stecken.

Schon wieder Köln, oder: Der Treppenwitz der Woche. Im Rathaus wird am Montag bestätigt, dass nicht die städtische Tochter Stawag, sondern der Konzern RheinEnergie für Strom in den Amtsstuben sorgt. Weil die Kölner bei der Auktion die Nase vorn hatten. Womit wir lernen durften, dass es in Sachen Energie offensichtlich zugeht wie auf dem Viehmarkt. Eigentlich eine Sauerei, oder?

Da ist es dann schon besser, wenn alles nach eindeutigen Regeln über die Bühne geht. Zum Beispiel auf Spielplätzen. So sorgen EU-Normen dafür, dass Kinder gefahrlos spielen können. Nehmen wir aus gegebenem Anlass die gemeine Hangrutsche. Die befindet sich im Frankenberger Park im Schatten der Burg am– Sie ahnen es – Hang! Das Teil, so wurde jetzt amtlich festgestellt, ist quasi ein Mordinstrument. Meint der TÜV, der die Anlage kurzerhand stilllegen ließ. Dass sich auf dieser Rutsche und ihrem Vorgängermodell noch nie jemand verletzt hat – geschenkt. Die Norm sagt: Das Teil ist gefährlich und bedarf der Sanierung – für 30 000 Euro. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Die Woche in Aachen – da war wenig Zeit zum Luftholen. Und am Wochenende geht es weiter: Museumsfest im Centre Charlemagne, Karlsfest und schließlich die große Solidaritätskundgebung „Aachen steht zusammen“ am Sonntagabend auf dem Katschhof. Man sieht sich! In diesem Sinne: schönes Wochenende!

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