Kommentiert: Bushäuschen vor Hauptbahnhof immer noch ohne Seitenwände

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Kommentiert: Bushäuschen vor Hauptbahnhof immer noch ohne Seitenwände

Nur Geduld! Zwar hat das Buswartehäuschen vor dem Hauptbahnhof – ein dürftiges Dachgerippe im Unterschied zu den 430 anderen Haltestellen in Aachen – auch ein Jahr nach der urbanen Umrüstungsorgie immer noch keine Seitenwände. Aber was soll‘s. Ist ja mollig warm draußen. Keine Spur von Wind und Wetter.

Da wartet man gerne in der Kälte und vertraut selbstverständlich auf die soundsovielte Ankündigung der Stadt, dass die „stadtarchitektonisch anspruchsvollen Bushaltestellenseitenwände“ bald denkmalpflegerisch abgesegnet, geliefert und montiert werden. Ist ja nicht so, dass der Aachener nicht ans Warten gewöhnt wäre.

Ans Warten auf den Aufstieg seiner Alemannia, auf die Konsolidierung der Tivoli-Finanzen, auf den Abriss des Büchel-Parkhauses und auf den Osterhasen. Manchmal allerdings wird‘s dann doch ärgerlich: wenn zum Beispiel eine legendäre Kult- und Kulturstätte wie der Jakobshof in der Stromgasse abgerissen wird (2014) und danach nur eine öde Brachlandschaft übrig bleibt. Keine Spur vom versprochenen Wohnhausneubau.

Und ein solcher lässt auch nach dem laut umstrittenen Bunkerabriss an der Rütscherstraße noch immer auf sich warten. Genauso auf dem alten Wertz-Gelände am Hohenzollernplatz – alles nur Schutt und Asche. Apropos gebunkerte Asche: Ums Investorengeld geht es bei einer anderen Warteschleife angeblich nicht. Seit Jahren ist der kleine Kiosk-Pavillon an der oberen Monheimsallee eingezäunt, seit Monaten eingerüstet.

Fertigstellung der gerade mal 56.000 Euro teuren Sanierung des denkmalgeschützten Schmuckstücks? Offen. Wo wir gerade in Bastei-Nähe sind: Das Theater K. ließ dort (ebenfalls 2014) notgedrungen den letzten Vorhang fallen. Seitdem gilt: Nichts rührt sich. Still ruht der See. Was uns zum Hangeweiher bringt. Da sollte eigentlich das angeblich so marode Dach des Tretbootverleihs saniert werden, damit man im Frühling dort wieder auf dem Wasser Runden drehen kann.

Bislang Fehlanzeige. Der große Wurf in Sachen Bushof-Umbau lässt schon länger auf sich warten. Die schäbigen Leerstände in maroden Häusern entlang der kleinen Adalbertstraße seitlich des Aquis Plazas werden uns 2017 auch noch erhalten bleiben. Wetten? Dann wäre da noch eine Buslinie, die längst über den Markt fahren soll. Will die Politik eigentlich seit Jahren einrichten, passiert ist nichts.

Womöglich sollte die Stadt jetzt schon einmal vorsorglich ganz vorsichtig damit beginnen, das entsprechende Bushaltehäuschen für den denkmalgeschützten Marktplatz zu planen. Das kann nämlich dauern. Nur so als kleiner Tipp.

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