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Kommentiert: Am Ende droht ein Wahlkampfvotum

Ein Kommentar von Stefan Herrmann

Einigt Euch schnell, sonst bestimm‘ ich, wie es gemacht wird! Was klingt wie der letzte Versuch eines Lehrers, die Kontrolle über die Klasse zu behalten, ist in Aachen derzeit knallharte Schulpolitik.

Das Thema lässt die Emotionen hochkochen: Die Schließung einer Schule – in diesem Fall David-Hansemann-Realschule – berührt Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen. Wenn zugleich eine wachsende Einrichtung wie die 4. Gesamtschule nun in das alte Realschul-Gebäude ziehen soll, ist der Unmut, mitunter sogar die Wut einzelner Betroffener verständlich. Nicht verständlich ist dagegen, dass viele verantwortliche Akteure so lange gewartet haben, eine endgültige Entscheidung herbeizuführen.

Neben den Schulen haben hier vor allem Politik und Verwaltung in den vergangenen Monaten kein gutes Bild abgegeben. Nun drängt die Zeit. Das alte Schuljahr endet in drei Monaten. Sechs Wochen später wollen 180 Aachener Neunt- und Zehntklässler wissen, wo ihre neuen (oder alten) Klassenräume liegen. Die Engpässe am jetzigen Standort Sandkaulstraße sind nicht vom Himmel gefallen.

Geht es nach der Schuldezernentin, soll im Notfall der Stadtrat sagen, wie es weitergeht. Man darf gespannt sein, wie Politiker im Wahlkampfmodus im Falle eines Falles bei so einer brisanten Frage votieren würden.

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