Aachen - Koffermarkt: Kunden erleben Kurioses und Originelles

Koffermarkt: Kunden erleben Kurioses und Originelles

Von: svp
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Kaufe, was im Koffer angeboten: Die 90-jährige Margarethe Völlings war die älteste Teilnehmerin des Koffermarkts in der Aula Carolina. Ihr Angebot war ebenso ungewöhnlich: Mohnkapseln. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Vielleicht war es der kleine, aufgeräumte Koffer, der die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zog. Vielleicht war es aber auch die Neugierde und der Drang, das auf den ersten Blick Ungewöhnliche genauer zu erfassen.

Fest stand aber auf jeden Fall eines: Die Arbeiten, die Margarethe Völlings auf dem Koffermarkt in der Aula Carolina präsentierte, unterschieden sich deutlich von den anderen Arbeiten der übrigen Aussteller.

Das mag vielleicht auch daran liegen, dass Völlings selbst mit ihren 90 Jahren die älteste Teilnehmerin war und inmitten des jungen Publikums ein wenig auffiel. Die zarte Person mit den Lachfältchen im Gesicht schaute noch kurz, ob jedes Objekt am rechten Platz war und begann die neugierigen Fragen der Besucher zu beantworten: „Das sind Mohnkapseln. Viele Jahre lang konnte man diese gar nicht mehr bekommen, erst seit kurzer Zeit gibt es sie wieder.“

Die leichten Aufhänger, die als Weihnachtsbaumschmuck genutzt werden können, werden in Handarbeit von Völlings angefertigt. Mit einem scharfen Papiermesser und Milchbüchsenöffnern bearbeitet und schnitzt sie die Mohnkapsel zurecht. Anschließend werden sie mit Naturmaterialien wie Bucheckern oder Eukalyptussamen verziert und erhalten mit einem Pinsel ihren goldenen Anstrich. Eine Stunde braucht Völlings pro Stück.

Mützen, Schals und Taschen

„Vor über 30 Jahren habe ich bereits schon mit Mohnkapseln gearbeitet und jetzt wieder angefangen. Die feine Arbeit macht mir einfach Spaß “, ergänzte sie. Ein paar Meter weiter, vorbei an handgefertigten Schals, Mützen und Taschen, verkaufte Denis Wawra ihre Filztier-Skulpturen.

Die Designerin und Kunsttherapeutin fertigt aus reiner Rohwolle mit unzähligen Nadelstichen detailgetreue Filztier-Skulpturen von Vierbeinern in Miniaturgröße an. „Da steckt schon ganz schön viel Arbeit drin. 15 Stunden brauche ich locker für ein Tier, “ erzählte Wawra und ergänzte: „Interessierte können bei mir auch eine ganz konkrete Bestellung aufgeben. Wenn zum Beispiel ihr Haustier verstorben ist, können sie mir ein Bild zeigen und ich entwerfe dann detailgenau ein Miniaturformat des Tieres.“

Neben Hunden und Katzen reihten sich in ihrem Koffer auch Erdmännchen und Hamster nebeneinander. So bunt und vielfältig die Arbeiten von Wawra waren, so facettenreich und originell präsentierten sich die Aussteller des Koffermarktes. Abseits des Mainstreams fanden die Besucher neue Lieblingsstücke und so manches ausgefallenes Mitbringsel, welches in dieser Form wohl in keinem herkömmlichen Laden zu finden ist.

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