Aachen - „Köpfchen” schreibt ganz neues Kapitel

„Köpfchen” schreibt ganz neues Kapitel

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
Zollabfertigungshäuschens „Köpfchen”
Gute Laune bei der Eröffnungsfeier des neugestalteten ehemaligen Zollabfertigungshäuschens „Köpfchen” im Aachener Südosten. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Beim Blick aufs „Köpfchen” freut sich Alice Loo diebisch: „Jetzt endlich haben wir aus der Ruine ein Juwel gemacht”, frohlockte sie bei der Eröffnungsfeier des neugestalteten ehemaligen Zollabfertigungshäuschens im Aachener Südosten und gönnte sich zur Feier des Tages gleichmal ein Bier der Marke „Coucou”, eigens kreiert für diesen besonderen Anlass.

Und das hat sie sich mitsamt ihren Mitstreitern auch redlich verdient, schließlich liegen hinter der Geschäftsführerin von „Kukuk” (Kunst und Kultur im Köpfchen) über „1000 Stunden harter und größtenteils ehrenamtlicher Arbeit”, wie sie rückblickend feststellt. Doch das hat sich allemal gelohnt!

Die „Ruine”, die nach jahrelangen Umbaumaßnahmen und ziemlich genau 55 Jahre, nachdem die ehemalige Zollstelle am deutsch-belgischen Grenzübergang ihren ursprünglichen Betrieb aufgenommen hat, soll nun als neues Kulturzentrum die Menschen aus der gesamten Euregio anlocken. So werden an dem historischen Ort, wo sogar schon Aufnahmen für deutsche TV-Krimis gemacht wurden, Konzerte stattfinden, genauso wie Lesungen, Theateraufführungen oder auch Kinovorstellungen.

Die Kosten für den Umbau verschlangen über 400.000 Euro, die Stadt Aachen selbst beteiligte sich mit zehn Prozent. Doch wichtig seien in erster Linie nicht diese Zahlen, sondern das, was daraus gemacht wurde, meint auch Michael Zobel, der als Waldpädagoge demnächst vom „Köpfchen” aus Wanderungen durch die Umgebung entlang des Westwalls und der alten Schützengräben aus dem Zweiten Weltkrieg anbieten wird. Am 11. Oktober soll es noch eine offizielle Einweihungsfeier geben, ein buntes Programm aus Show und Dokumentation, garniert mit vielen kulinarischen Spezialitäten aus der Region, wie Loo versichert. „Schließlich sollen alle sehen, was aus diesem Ort geworden ist.”

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