Aachen - Knaller, Laser, Roboter: 14. Wissenschaftsnacht der RWTH Aachen

Knaller, Laser, Roboter: 14. Wissenschaftsnacht der RWTH Aachen

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
wissenschaftsnacht
Entdecken, lernen, staunen: Auch in diesem Jahr nutzten rund 6000 Besucher das Angebot der RWTH Wissenschaftsnacht. Foto: Schmitter

Aachen. Die linke Hand geben, mag „Nao“ gar nicht. Da funkeln seine Augen rot, er zieht die Hand weg, versteckt sie hinter dem Rücken und schüttelt den Kopf. Der rund 40 Zentimeter hohe Roboter gehörte vor allem für die kleinen Besucher zu den großen Attraktionen der 14. Wissenschaftsnacht der RWTH Aachen.

„Nao“ wird in den „School Labs“ eingesetzt und ist so programmiert, dass er mit Menschen interagieren kann. „Kinder lernen mit ihm beispielsweise die Grundlagen über Bewegung und Balance, das funktioniert bei Robotern etwas anders als bei Menschen“, erklärt Tarek Chebbi. Berührt man die blauen Sensoren an Händen und Füßen, beginnt „Nao“ zu tanzen“ oder läuft ein paar Schritte.

Unter dem Motto „Fünf vor 12“ lädt die RWTH am zweiten Freitag im November dazu ein, einen Blick hinter die Kulissen der Hochschule zu werfen. Und auch in diesem Jahr nutzten rund 6000 Besucher wieder das Angebot. Ließen sich im Physik-Jahrmarkt wahlweise die Haare zu Berge stehen oder mit Helium die Stimme verändern. Beim Roboter-Club bestaunten sie muschelsammelnde Roboter und sahen im Foyer des Kármán-Auditoriums zu, wie im Laufe des Abends ein Mini-Karl aus einem 3D-Drucker wuchs.

Gleich daneben demonstrierte ein des Instituts Graphis, Geometry and Multimedia, wie der beeindruckende 3D-Flug durch den Aachener Dom zustande kam, der auch auf der Homepage des Domkapitels zu sehen ist. Dominik Sibbing hat daran mitgearbeitet. „Unser Forschungsziel war es, ein Programm zu entwickeln, dass die einzelnen Abläufe in der Entstehung der Simulation automatisiert“, erklärt er.

Auch die Vorträge lockten zahlreiche Zuhörer in die Hörsäle und versuchten den Brückenschlag zwischen aktueller Forschung und alltäglichem Leben: Wie werden wir in der Zukunft wohnen? Wird das Auto der Zukunft fliegen? Und: Ist eine Gesellschaft ohne Abfall tatsächlich möglich, oder bleibt das nur ein Märchen? – dies nur eine kleine Auswahl aus dem Programm.

Gleich mehrere Knaller hatte Eric Siemes in seinen Vortrag eingebaut. Siemes hat an der RWTH gerade seinen Master in Chemie gebaut. In seiner Mitmach-Vorlesung „Chemie ist das, was knallt und stinkt“, ließ er Koffer auf dem Tisch schweben, löschte Kerzen ohne zu pusten und braute Bier - vielleicht nicht ganz im Einklang mit dem deutschen Reinheitsgebot - mithilfe von Trockeneis und Spüli.

Zu den Rennern gehörte auch in diesem Jahr wieder die Laser-Sound-Show „Mira“ des Produzenten Michael Ramjoué. Viermal war die Show im Kármám-Auditorium zu sehen. Im Super-C zog besonders der Ford-Saal die Besucher an. Hier hatte die Fachgruppe Aachener Biologie und Biotechnologie verschiedene Test-Reihen aufgebaut. Sebastian Heppler beispielsweise erklärte, was Wasserkrebse mit Wasserverschmutzung zu tun haben und ließ kleine Besucher auch mal ausprobieren, die zarten Tierchen mit einer Pipette aus dem Wasser zu fischen. Tomaten schnippeln, nicht für das Abendessen, sondern für einen Versuch, konnten Besucher an einem anderen Tisch. Dort erfuhren sie, dass eigentlich alles, was wir essen, Gene enthält.

Dass Forschung weltweit wichtig ist, daran erinnert die Initiative „Studieren ohne Grenzen“. Sie sammelt Spenden, um jungen Menschen in Entwicklungsländern ein Studium zu ermöglichen. Dazu organisiert sie einmal im Jahr die „Nacht der Professoren“, bei der die Lehrenden den DJ geben. Seit einigen Jahren ist die „Nacht der Professoren“ Teil der Wissenschaftsnacht. Zum Ausklang legten Elektronik-Professor Rainer Waser, Psychologie-Professorin Bettina Wiese und Wirtschafts-Professor Özgür Gürerk auf und brachten zum Ausklang das Kármán-Auditorium zum Beben.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert