Klostermarkt unterstützt enorm wichtige Arbeit

Von: Kristina Toussaint
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Markt für den guten Zweck: Damit bedürftige Menschen kostenlos versorgt werden können, verkaufen die Franziskanerinnen Marmelade und andere Köstlichkeiten. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Vor Jahren wurde das Projekt eigentlich aus der Not geboren. Es ging darum, Material aus Wohnungsauflösungen und einer ehemaligen Bücherei loszuwerden.

Mittlerweile hat sich der Klostermarkt der Aachener Franziskanerinnen zu einer bewährten Konstante im Ordensleben der Schwestern entwickelt – und zu einer wichtigen Finanzierungsquelle für die Franziska-Schervier-Stube: Ohne öffentliche Zuschüsse wird die Einrichtung für Menschen in Not allein durch den Orden und Spenden getragen.

Trödel, handgemachte Marmeladen und Mixed Pickles, Suppe oder das Kilo Bücher zum Preis von zwei Euro – zweimal jährlich, im Frühjahr und zum Advent, wird für den Klostermarkt das Tor an der Kleinmarschierstraße geöffnet. Ermöglicht durch die Mithilfe von Ehrenamtlern und dem Rotary Club Aachen-Charlemagne, hilft der Erlös beim Erhalt der Franziska-Schervier-Stube.

Das niedrigschwellige Angebot für Menschen in Not wird täglich von 80 bis 100 Personen wahrgenommen, so Schwester Maria Ursula. Wohnungslose, Langzeitarbeitslose, Suchtkranke und vereinsamte Menschen können hier montags bis samstags gemeinsam frühstücken. „Die Stube erfüllt dabei zwei wichtige Aspekte“, so Schwester Maria Ursula. „Erstens können die Menschen hier ihre täglichen unmittelbaren Bedürfnisse stillen“, erklärt sie.

Neben dem Frühstück gibt es Sanitäranlagen, eine Kleiderkammer, die Möglichkeit zum Zeitunglesen und zur Unterhaltung. Viele Besucher litten sowohl unter materieller, als auch unter sozialer Armut und seien auf der Suche nach persönlichen Kontakten, so die Schwester. „Zweitens unterstützen wir Menschen, die das möchten, beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt.“ Zwei ehemalige Besucher arbeiten inzwischen selbst hauptamtlich in der Einrichtung.

Einblick in Ordensleben

Der Klostermarkt soll aber nicht nur öffentliches Bewusstsein und Spenden für die Franziska-Schervier-Stube erzielen, sondern auch einen Einblick in das Ordensleben ermöglichen. „Es ist erstaunlich, wie viele Aachener noch nie in unserem Kloster waren und uns nicht kennen“, so Schwester Maria Ursula. Das Bild, das die meisten Menschen vom Leben im Kloster haben, sei stark beeinflusst von Filmen oder Serien wie „Sister Act“ oder „Um Himmels Willen“, so Schwester M. Dolores. „Und das entspricht nun wirklich nicht der Realität!“

Der nächste Klostermarkt wird am 25. November stattfinden. Schon am 25. Juni öffnet das Klostertor zum „Tag des offenen Gartens“ – eine Einladung, den blühenden Klostergarten zu besuchen und sich einen Eindruck vom Ordensleben fern von Film- und Serienverklärung zu machen.

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