Aachen - Klimaschutz: Die Stadt geht voran und zeigt, wie´s geht

Klimaschutz: Die Stadt geht voran und zeigt, wie´s geht

Von: Robert Flader
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Lohnende Investition: Auch in Sachen Photovoltaikanlagen geht die Stadt mit gutem Beispiel voran. Martin Lambertz, Gisela Nacken, Bernd Deil und Michael Ferber (von rechts) setzen auf Transparenz und Kommunikation. Jetzt sollen die Energieausweise öffentlicher Gebäude auch öffentlich ausgelegt werden. Foto: Plitzner

Aachen. Klimaschutz wird heute bekanntlich groß geschrieben. Wo immer es möglich ist, sollen vor allem Strom- und Heizkosten eingespart werden. Dieser Ansicht ist auch das Gebäudemanagement der Stadt, das mit zwei Neuerungen übertriebenem Stromverbrauch entgegenwirken, die Bürger über die Energieeffizienz von Gebäuden informieren und zugleich sensibilisieren will: Energieausweis und Photovoltaikanlagen sind Maßnahmen zur Zukunftssicherung der Kaiserstadt.

Der Energieausweis, mit dem der Heizenergie- und Stromverbrauch eines Gebäudes angezeigt wird, ist für städtische Gebäude mit einer Nutzfläche von über 1000 Quadratmetern durch das bundesweite Energieeinspargesetz ab 1. Juli Pflicht.

Aus diesem Grund beginnt das Gebäudemanagement frühzeitig damit, öffentliche Einrichtungen mit dem Ausweis auszurüsten. „Wir werden auch kleinere Gebäude, zum Beispiel Schulen und Kindertagesstätten, damit ausstatten”, so Umweltdezernentin Gisela Nacken. „Wir als öffentliche Hand wollen eine Vorbildfunktion übernehmen.”

Rund 160 Energieausweise werden in den nächsten drei Monaten ihren Platz in öffentlichen Gebäuden finden, sehr zum Vorteil auch für den privaten Haushalt, wie Martin Lambertz verdeutlicht. „Die Leute sehen den Energiebedarf des entsprechenden Gebäudes und können die Strom- und Heizkosten so mit dem eigenen Verbrauch vergleichen”, so der Teamleiter des Energiemanagements.

Obwohl Gebäude mit hohem Bedarf an Informationstechnik deutlich mehr Strom verbrauchen, habe sich erstaunlich viel getan, weiß Lambertz: „Energieeinsparungen von bis zu 10 Prozent sind nicht selten.” Die Aachener Schulen etwa verbrauchen im Schnitt rund 80 Kilwatt pro Stunde (kwh), der Grenzwert liegt bei 150 kwh.

Photovoltaikanlagen, das zweite große Projekt des Gebäudemanagements in diesem Jahr, sind eine Investition, die sich lohnen soll - auch für den einzelnen Bürger. Der „Prototyp” befindet sich auf dem Verwaltungsgebäude, mit der Anlage in der Lagerhausstraße soll die Umwelt um gut 5,4 Tonnen CO2 pro Jahr entlastet werden.

„Das ist ein Anreiz für Privatleute sein, ebenfalls über die Mietung von solchen Anlagen nachzudenken”, hofft Michael Ferber, Technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements. „Eine Investition lohnt sich auf lange Sicht ungemein.” Der jährliche Ertrag einer 150 Quadratmeter großen Anlage könne bis zu 3600 Euro pro Jahr einbringen, ein stattliches Sümmchen, wenn man bedenkt, dass die Mietverträge auf 20 Jahre abgeschlossen werden.

Weitere Projekte sind bereits in Planung, als nächstes soll die Mies-van-der-Rohe Schule mit einer etwa 800 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage ausgestattet werden. Darüber hinaus sind weitere Interessenten absolut erwünscht, Lambertz und Co. halten Energieeinsparungen von bis zu 20 Prozent in den nächsten Jahren für durchaus realtistisch.
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