Kleiner Prinz löscht die Karnevalskerze

Von: Nina Krüsmann
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Abschied von den tollen Tagen: An der traditionellen Platt-Messe im Dom am Aschermittwoch nahmen viele Karnevalisten und karnevalsbegeisterte Bürger teil. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Das Licht der Karnevalskerze ist erloschen: Zum Abschluss der kurzen Karnevalssession hat der Festausschuss Aachener Karneval (AAK) am Aschermittwoch zu einem Gottesdienst im Aachener Dom eingeladen.

Der AAK-Präsident Frank Prömpeler, der Aachener Prinz Michael II. Kratzenberg und Märchenprinz Paul III. Hahn nahmen gemeinsam mit vielen aktiven Karnevalisten und karnevalsbegeisterten Bürgern Abschied von den nach einhelliger Meinung mehr als gelungenen tollen Tagen. Zelebrant war gemeinsam mit Pater Georg Miessen der Dompropst Manfred von Holtum. Er erinnerte angesichts des Karnevalsendes daran, zunächst auf Distanz dazu gehen, aber die Freude und den Frohsinn im Herzen zu behalten.

Die Karnevalskerze, die Michael II. beim ökumenischen Wortgottesdienst zur Karnevalseröffnung in der Citykirche symbolisch entzündet hatte, wurde nun durch seinen kleinen Bruder im Prinzenamt, Paul III., ausgelöscht. Dazu nahm der große den kleinen Narrenherrscher natürlich helfend auf den Arm. Die Lesung hielten Frank Prömpeler und AAK-Kollege Rolf Bresser. Die liturgischen Texte sowie die Lieder wurden in Öcher Platt vorgetragen. Mit den beiden großen in Mundart zelebrierten Gottesdiensten zu Beginn und zum Ende der Session spannt der AAK den Bogen zwischen „Alaaf“ und „Amen“ und gibt den kirchlichen Segen für alle Karnevalisten.

Eine Predigt zum Schmunzeln

Diakon Manfred Oslender erntete für seine Predigt viel Schmunzeln. Treffend brachte er auf den Punkt, was wichtig ist: Mit dem Aschekreuz auf der Stirn solle man nun das Leben neu in den Blick nehmen, insbesondere das, was wichtig ist wie die Talente, die jeder hat, und das, was übrig bleibt nach dem Fastelovvend. „Wichtig ist das, was uns mit anderen Menschen verbindet“, betonte Oslenmder. In einer unterhaltsamen Anekdote nahm er die moderne Gesellschaft aufs Korn, in der manch einer sogar am Strand von Mallorca noch in den Laptop starren muss.

Mit dem „Karnevalistischen Großen Zapfenstreich“ auf dem Münsterplatz ehrte der AAK alle verstorbenen Karnevalisten. Von Cornel Thevis organisiert und unter dem Kommando von AAK-Präsident Frank Prömpeler bot sich eine feierliche Zeremonie, die musikalisch vom Trommler- und Pfeiferkorps Aachen Burtscheid und vom Instrumentalverein Eilendorf gestaltet wurde.

Abordnungen der Karnevalsvereine und -gesellschaften zogen damit den Schlussstrich unter die laufende Session. Nach den Tagen und Wochen des fröhlichen Feierns wechselten sie damit in die Fastenzeit – denn alles hat ein Ende, auch die Narretei.

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