„Kleiner Onkel“ wartet auf besondere Kinder

Von: Leandra Kubiak
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Spende an therapeutisches Reiten: Im Tierpark freuten sich Reittherapeutin Astrid Habeck, der „Kleine Onkel“ mit Amira, Wolfram Graf-Rudolf (Tierpark), Vertreter der Firma aixigo mit Vorstand Erich Bosch (3. von rechts) und Hilde Orfeld (Lebenshilfe, unten rechts) über die Spende. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Kindertagesstätten der Lebenshilfe bieten für Kinder mit Förderbedarf therapeutisches Reiten an. Es ist eisige minus ein Grad auf dem Reitplatz im Tierpark. Farhan scheint das nicht zu stören. Er strahlt, als er auf dem Pony „Kleiner Onkel“ sitzt und gemeinsam mit Therapeutin Astrid Habeck Runden über den Platz dreht.

Auf einem Pferd hat der Vierjährige schon mehrmals gesessen, allerdings noch nie auf dem weiß-braun gescheckten „Kleinen Onkel“. Brigitte Radermecker von der Kita Mirabilis ist zufrieden mit Farhans Entwicklung: „Durch das Reiten macht er große Fortschritte!“

Genau das ist das Ziel, das durch das therapeutische Reiten erreicht werden soll: Kinder mit Behinderungen oder einem besonderen Förderbedarf sollen ganzheitlich angeregt und gefördert werden. „Durch die Stimulation kann das Reiten Kindern mit Behinderung zum Beispiel dabei helfen, besser gehen zu lernen“, sagt Kooperationspartner Heinz Brosig vom Reit- und Therapiezentrum Lohner Hof in Eschweiler. „Es fördert aber auch das emotional-soziale Verhalten.“

Während Farhan auf dem Pony sitzt, gibt Astrid Habeck ihm Aufgaben. So soll er zum Beispiel einmal versuchen, einen Ring, der auf dem Boden liegt, mit einem Stoffsäckchen zu treffen.

Auch mal „rückwärts“ reiten

Zwischendurch darf er dann auch einmal „rückwärts“ reiten: Mit Hilfe der Therapeutin soll der Junge sich auf dem Rücken des Pferdes umdrehen. Zu der Therapie gehört jedoch nicht nur das Reiten, sondern auch der Umgang mit den Pferden. Zu Beginn wurde „Kleiner Onkel“ von Habeck und den Kindern gemeinsam geputzt.

Für Farhan und zwei Mädchen aus der Kindertagesstätte Mirabilis steht das therapeutische Reiten im Tierpark einmal in der Woche auf dem Programm. Das Angebot ist Ergebnis einer Kooperation zwischen der Lebenshilfe Aachen, dem Tierpark Aachen und dem Lohner Hof in Eschweiler. Die vier Tagesstätten der Lebenshilfe nehmen teil: Kita Mirabilis, Kita Siegel, Kita Tivolino und Kita Waldmeister. Der Tierpark ermöglicht Kindern und Betreuern freien Eintritt auf das Gelände. Die Therapeuten, die die Stunden leiten, gehören zu den Fachkräften des Lohner Hofes.

„Das therapeutische Reiten im Tierpark findet rund ums Jahr an vier Vormittagen in der Woche statt“, sagt Hilde Orfeld, Sprecherin der Lebenshilfe Aachen. Die Kinder sind in der Regel zwischen drei und sechs Jahren alt und nehmen jeweils etwa ein halbes Jahr lang an dem Angebot teil.

Insgesamt kostet das therapeutische Reiten 18.000 Euro pro Jahr. Den Betrag muss die Lebenshilfe inzwischen komplett über Spenden finanzieren. Der Aachener Softwareanbieter „aixigo“ unterstützte das Angebot jetzt mit einer Spende in Höhe von 2500 Euro. Die Lebenshilfe freut sich über jede weitere finanzielle Hilfe, die den Kindern das Angebot weiterhin ermöglicht. Das Spendenkonto lautet IBAN: DE06 3905 0000 0000 0266 66.

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