Kleine Disneys: Kita gewinnt das Trickfilmfestival NRW

Von: Nicole Kuckartz
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Haben den 1. Platz beim „Tric
Haben den 1. Platz beim „Trickfilmfestival NRW” belegt: die Kinder der Kita Pappelweiher mit Kathrin Crombach, Frank Petersen und Leiterin Marion Petter (hinten von links). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Film ab!” hieß es in der integrativen Tageseinrichtung für Kinder am Pappelweiher. Über einen Monat arbeiteten 25 Vorschulkinder unter der Leitung von der Erzieherin Kathrin Crombach und dem Logopäden Frank Petersen an dem 3D-Animationsfilm „Die Rettung der Prinzessin Horst”, in dem die Prinzessin Horst von einem mutigen Ritter gerettet wird, und sie als Dank ihn heiraten darf.

Mit viel Witz und Charme wurden die Alltagserfahrungen der Kinder mit in den Film integriert. Von Sätzen wie „Küssen ist eklig” bis hin zu „Tschö-Ladies und Männer” enthält der gelungene Fünf-Minuten Film auch sehr viel Spontanität.

Als gelungen sah die Jury des Trickfilmfestivals NRW den Film ebenfalls an, und so belegte der Märchenfilm den 1. Platz. Am 21. Juni wurde im Filmmuseum im Movie Park Bottrop der „Oskar” den sichtbar stolzen Kindern überreicht. Alles begann mit zwei Fortbildungen zum Thema Medienpädagogik der beiden Betreuer des Projektes. Angesichts der Begeisterung über das Filmprojekt im letzten Jahr wurde es in diesem Jahr wiederholt und das mit großem Erfolg. „Es ist toll, Kollegen zu haben, die so perfekt mit den Medien umgehen können und sich intensiv für das Projekt einsetzten”, lobt die Leiterin der Einrichtung, Marion Petters, ihre Kollegen.

„Wir haben sehr viel Wert darauf gelegt, dass das ein Film von den Kindern ist, damit der Bezug auch gegeben ist”, betont Erziehern Crombach, die zusammen mit dem Logopäden Frank Petersen das Projekt betreute. „Ein Mangel an Ideen war nicht unser Problem, eher diese zu filtern”, schmunzelt der Logopäde. Mit Herzblut und viel Begeisterung haben die Kinder ihre Ideen umgesetzt und so einen Bezug zum Medium Film hergestellt.

„Leider wird das Medium in vielen Familien passiv konsumiert. Wir wollten die Kinder ins Handeln bringen”, berichtet Petersen. Über kleine Testfilme von schmelzenden Schneemännern und zusammenkrachenden Autos führten sie zuvor die kleinen Entdecker an die Entwicklung vom Bild zum Film heran und erweckten „Aha”-Erlebnisse. „Da war der Schneemann auf einmal tot, und dann war er wieder da”, staunt die sechsjährige Amira.”

„Das Besondere an diesem Projekt war, dass jeder sich mit seinen Stärken und Schwächen einbringen konnte”, betont Crombach. Vom Fotografieren der einzelnen Szenen, aus denen später der Film geschnitten wurde, bis hin zum Basteln der liebevoll gestalteten Pappmaché Figuren - die späteren Darsteller des Filmes, oder der Vertonung des Filmes, konnte sich jedes Kind individuell einbringen.

Nun steht die Auszeichnung im Flur der Kita und wird von den Kleinen und Großen stolz bewundert. Die Produktion eines Filmes wird nun als jährliches Projekt angeboten.
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