Aachen - Klein, doch mit großer Wirkung: Notfallkarten helfen Kindern

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Klein, doch mit großer Wirkung: Notfallkarten helfen Kindern

Von: mec
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Stellten die Notfallkarte vor: die Cartoonistin Mele Brink und und Dominik Ungermann vom Gleichstellungsbüro der Stadt Aachen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Hilfsangebote gibt es in Aachen einige – nur wohin wenden, wenn’s wirklich mal zu einer brenzligen Situation kommt? Da seien Jungen und Mädchen oftmals überfragt, findet die Aachener Gleichstellungsbeauftragte Roswitha Damen. Also engagierte sie kurzerhand die Comiczeichnerin Mele Brink, suchte die wichtigsten Adressen zusammen – und fertig sind sie: die neuen sogenannten Notfall-Karten für Jungen und Mädchen.

Gerade mal so groß wie eine Scheckkarte ist das Kärtchen aus Papier. „Das soll so sein, damit sie in jede Hosentasche und in jedes Portemonnaie passt“, erklärt Damen. Von Polizei über Schwangeren-Beratung, Mobbing-Hotline und ärztlichem Notdienst ist alles drauf.

Auf der Karte, die speziell für Mädchen und junge Frauen entworfen wurde, ist noch die Nummer von „Frauen helfen Frauen“ zu finden, sonst unterscheidet sie sich nicht von der Notfall-Karte für Jungen. „Meistens ist es ja so, dass die jungen Männer indirekt mitbetroffen sind, also zum Beispiel bei der Beratung für Schwangere“, begründet Damen die Entscheidung.

Optisch sind die beiden Helfer-Karten dann aber doch verschieden: Auf dem Jungen-Kärtchen ist ein Superman zu sehen, auf der Mädchen-Karte eine Figur im Manga-Stil gezeichnet. Beide halten ein Handy in der Hand mit der Aufschrift „Help!“. „Wir wollten die jungen Leute mit der Vorderseite sofort ansprechen“, sagt Comiczeichnerin Mele Brink.

Mehrere Entwürfe für das Deckblatt hatte sie, schickte sie an Schulen und die Schüler wählten ihre Favoriten. „Dabei kam heraus, dass Superhelden nach wie vor sehr beliebt bei jungen Männern sind“, betont Brink und lacht.

Dass die jugendliche Generation oft mit dem Smartphone im Internet unterwegs ist, hat Roswitha Damen auch bedacht: Auf der Rückseite der Kärtchen befindet sich ein QR-Code, durch den man direkt zur Seite des Gleichstellungs-Büros weitergeleitet wird. Außerdem gibt’s die Karte natürlich im Büro selber und sie kann bestellt werden, auch eine Internet-Präsenz bei Facebook und Twitter ist geplant. „Wir hoffen natürlich, dass die Karten angenommen werden und sind gespannt auf die Reaktionen der jungen Leute.“

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