Kleidung egal: Hauptsache Spaß am Tanzen

Von: Ricarda Timm
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Schwung und gute Laune: Bei den Aachener "Aixtreme Squares" steht die Freude am Tanz im Vordergrund.. Foto: Andreas Schmitter
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Gibt am Regiepult den Ton an: "Caller" Arend Rahner. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Bunte schwingende Tellerröcke, glückliche, aber konzentrierte Gesichter, amerikanische Musik im Hintergrund, ein Hauch amerikanischer Lebensfreude. Bei den Aixtreme Squares Aachen e.V. geht es beschwingt und freundlich zu. Sie tanzen einmal wöchentlich Square Dance, frei übersetzt „Tanz im Viereck“, ein Volkstanz, der aus den USA, aus der Zeit der Siedler kommt.

 Schon seit 20 Jahren gibt es den Aachener Verein, der einer von rund 400 in Deutschland ist. Um nichts anderes als Freundschaft und Spaß soll es gehen, nicht um Wettkampf. Alle Teilnehmer, ob neu oder alt mit Handschlag und kurzer Vorstellung, werden zu Beginn des Kurses, herzlich begrüßt – unkompliziert und offen. Dann geht es los: Vier Paare pro Gruppe stellen sich im Viereck auf und hören auf den „Caller“: „Everybody face your partner“ heißt es von Arend Rahner beispielsweise durchs Mikrophon. Alle schauen ihren jeweiligen Tanzpartner an und es folgt der erste Tanzschritt. Immer auf Ansage des Callers, der zu Beginn spricht und später auch singt. „Der Kick ist, einen Tanz fehlerfrei zu tanzen“, erklärt Rahner, der sich auch in anderen Vereinen als Caller engagiert.

Wie man angezogen ist, ist nicht wichtig. Da sieht man Männer in traditionellen Hemden, manche in Cowboystiefeln oder Frauen in weiten Tellerröcken, aber auch in Jeanshosen und Turnschuhen. Insgesamt gibt es 68 Figuren, die bis zur ersten Prüfung erlernt werden und die die Basis des Tanzes bilden. Normalerweise brauchen die Tänzer dafür neun bis zwölf Monate, erklärt Caller Arend Rahner. Die Sprache müsse man nicht kennen, so eine Tänzerin, die Begriffe lerne man sehr schnell.

Jüngst haben die Mitglieder ihr 20-jähriges Jubiläum in Kerkrade gefeiert. Lotti Hanke ist von 20 Jahren 19 Jahre dabei. „Ich habe schon alle Hochs und Tiefs mitbekommen. Aber im Moment haben wir ein Hoch“, erzählt sie lachend. Die älteste Tänzerin ist sie zwar nicht, ein paar ältere Semester tanzen spritzig mit. Beim ersten Schnupperabend sind auch ein paar jüngere dabei, die eine gute Mischung hinein bringen. Insgesamt sind es jeden Dienstag 40 begeisterte Tänzer, beim ersten Schnupperabend haben sich sechs Mutige unter die Könner gemischt und sind kaum aufgefallen.

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