Aachen - Klaus-Hemmerle-Schule: Aus im Sommer

Klaus-Hemmerle-Schule: Aus im Sommer

Von: Thorsten Karbach
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Von wegen strahlende Zukunft: Die Klaus-Hemmerle-Schule wird bereits im Sommer geschlossen. Mit nur noch 48 Kindern sei Beschulung nicht mehr sinnvoll. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Seit Schuljahresbeginn wurde an der Klaus-Hemmerle-Schule mit dem vorzeitigen Aus gerechnet. Es brauchte keinen Abakus, um vorherzusagen, dass die Zahl der Kinder an der traditionsreichen katholischen Hauptschule nicht ausreicht, um zumindest bis ins Schuljahr 2014/2015 zu führen.

 Jetzt ist klar: Schon im Sommer wird die Schule in der Franzstraße geschlossen. Dann zählt sie nur noch 48 Acht-, Neun- und Zehntklässler. „Die Beschulung ist pädagogisch nicht mehr sinnvoll“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Dr. Dagmar Castillo. Die städtische Schulverwaltung hat für die nächste Sitzung des Schulausschusses den Plan zum vorzeitigen Ende formuliert, die Schulkonferenz – also die Eltern der betroffenen Hauptschüler – hat diesem Plan nun zugestimmt.

Seit dem Schuljahr 2011/2012 bildet die Klaus-Hemmerle-Schule ebenso wie die Hauptschulen Burtscheid, die reformpädagogische Sekundarschule auf dem Kronenberg und die David-Hansemann-Realschule keine neuen Klassen mehr. Eine sogenannte auslaufende Schließung war politisch beschlossen worden. Langsam aber sicher werden alle Schulen Geschichte sein, die an der Franzstraße ist die erste. Von 85 aktuellen Schülern – bei zehn Lehrern – werden 37 in wenigen Wochen ihren Abschluss machen, 48 bleiben, ein Jahr später wären es nur noch 29. „Alle Fächer, AGs und unser pädagogisches Programm anzubieten, ist so nicht mehr möglich“, sagt Castillo.

Die betroffenen Schüler werden im Sommer an die Hauptschulen Aretzstraße, Burtscheid, Drimborn und Kronenberg wechseln können. Für die zehn Schüler mit besonderem Förderbedarf, die an der Klaus-Hemmerle-Schule im sogenannten gemeinsamen Unterricht integriert wurden hatte die Verwaltung einen Wechsel an die Hauptschule Burtscheid oder die Bischöflische Marienschule empfohlen. Letzteres ist eine private Förderschule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung in Trägerschaft des Bistums Aachen. Tatsächlich werden wohl alle Kinder mit Förderbedarf wieder den Weg an eine Regelschule finden. „Noch haben wir nicht alle dort untergebracht, aber wir sind zuversichtlich, dies zu schaffen“, sagt Castillo.

Ihre Schule wird im Sommer mit einer Abschlussfeier vom Haus an der Franzstraße Abschied nehmen. Das Gebäude will die Stadt so umrüsten, dass hier Kindergartengruppen eine Bleibe finden, während ihre eigentlichen Einrichtungen saniert und ausgebaut werden. „Es fällt uns schon sehr schwer, uns wird gerade bewusst, welche Tradition diese Schule an der Franzstraße hatte“, erzählt Castillo. Andererseits war eben früh klar, dass das Ende schon im Sommer naht.

Zumindest ein Jahr länger wird die Hauptschule Eilendorf arbeiten. Die Zahl der Schüler geht im Sommer von 124 auf immerhin noch 90 zurück. 2014/2015 werden dann aber nur noch 51 prognostiziert, möglich ist dann ein Umzug der letzten Klassen und Lehrer an die Hauptschule Drimborn. An der Schule Kronenberg werden von jetzt 241 Kindern 2014 noch 99 da sein, eine vorzeitige Schließung ist also frühestens im Sommer 2015 Thema.

Keine Zahlen wurden laut Björn Gürtler vom städtischen Presseamt bislang zur David-Hansemann-Realschule abgefragt. „Das ist aktuell kein Thema“, erklärt Gürtler. Das es bald eines wird, damit ist aber zu rechnen.

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