„Klangwelten in Couven-Räumen“: Festakt im Ballsaal des Alten Kurhauses

Von: Felicitas Geßner
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Aachen. Zum Festakt anlässlich des euregionalen Kulturprojekts „Klangwelten in Couven-Räumen“ hatte das Couven-Museum in den Ballsaal des Alten Kurhauses geladen. Dieser wurde passenderweise vom Sohn des bekannten Barockbaumeisters Johann Joseph Couven entworfen, dessen 250. Todestag der Anlass für das Kulturprojekt mit vielen Veranstaltungen in den drei Ländern der Euregio Rhein-Maas ist.

„Wir sind stolz, mit deutschen, niederländischen und belgischen Partnern zum ersten Mal ein wirklich grenzüberschreitendes Kulturprojekt auf die Beine gestellt zu haben“, sagte Dagmar Preising, Leiterin des Couven-Museums in ihrer Begrüßung.

In ihren Grußworten gingen die Ministerin der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Isabelle Weykmans, und der Regionalminister der Provinz Limburg, Twan Beurskens, auch auf die Bedeutung der Bewerbung der Stadt Maastricht mit der Euregio als „kulturelle Hauptstadt Europas“ ein. Sie bedauerten das Scheitern der Bewerbung, in deren Rahmen auch dieses Kulturprojekt entstanden war, betonten aber auch die vielen Chancen von euregionaler Zusammenarbeit. „Wir finden neue Ziele uns darzustellen, wir gehen gestärkt in die Zukunft“, sagten die Politiker unisono.

Im Festvortrag erläuterte Dr. Lutz-Henning Meyer, ehemaliger Denkmalpfleger des Landschaftsverbandes Rheinland, am Beispiel Couvens das Musikalische der Barock-Architektur. Couven sei ein äußerst phantasievoller und kreativer Baumeister gewesen. Seine Bauwerke – Rathäuser, Kirchen und Paläste – zeigten das Barock-Zeitalter mit neuen Kompositionen in der „Aachen-Lütticher Variante“. Gleichzeitig zeigte sich Meyer davon überzeugt, dass Musik im Barock einen wohl größeren Einfluss auch auf die Architektur hatte, als bisher angenommen. Sogenannte „Affekte“ bildeten als Gemütsregungen und Leidenschaften nicht nur die Resonanz auf Musik, sondern barocke Baumeister wie Couven „setzten Affekte in die Optik ihrer Bauwerke ein“.

Nach einer Einführung in die Ausstellung „Musikinstrumente und musikalische Kultur zwischen Barock und Biedermeier“ im Couven-Museum durch Kuratorin Gisela Schäffer war es das „Chapelle Quartet Aachen“, das mit dem Streichquartett f-moll von Joseph Haydn dem Abend das passende musikalische Flair verschaffte.

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