Aachen - Kläranlage Soers: Feine neue Stäbe für sauberes Wasser

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Kläranlage Soers: Feine neue Stäbe für sauberes Wasser

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Wird mit einer neuen Rechenanlage versehen: die Kläranlage in der Aachener Soers. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die bestehende Rechenanlage auf der Kläranlage Soers ist aufgrund ihres Alters und des damit verbundenen Verschleißes erneuerungsbedürftig. Darüber hinaus entspricht die alte Anlage nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen sicheren Anlagenbetrieb. Daher hat der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) als Betreiber der Anlage nach Genehmigung seitens der Bezirksregierung Köln jetzt mit dem Neubau einer modernen Rechenanlage begonnen.

In der Rechenanlage einer Kläranlage werden grobe Abwasserinhaltsstoffe (Faserstoffe, Holz, Lumpen, Plastikfolien, etc.), die eigentlich nicht in den Kanal gehören, aus dem Abwasser entfernt.

Hierzu werden Stabrechen eingesetzt, an denen diese Störstoffe hängen bleiben und automatisiert dem Abwasserstrom entnommen werden. Um ein schnelles Belegen der Rechenstäbe zu vermeiden, sind die neuen Rechen zweistufig ausgeführt. Dies bedeutet, dass eine erste Stabreihe mit Abständen von drei Zentimeter eine Grobreinigung vornimmt. Dahinter schließt sich ein feinerer Stabrechen mit einem Stababstand von fünf Millimetern an.

Um jederzeit einen sicheren Durchfluss zur Kläranlage zu gewährleisten, werden drei parallele Rechenstraßen errichtet, die jeweils 50 Prozent des maximalen Abwasseranfalls behandeln können. Hierdurch wird auch beim Ausfall einer Rechenstraße immer noch eine hundertprozentige Abwasserannahme gesichert, dies entspricht maximal einer Abwassermenge von ca. 3000 Litern pro Sekunde.

Das aus dem Abwasser entfernte Rechengut wird gewaschen und gepresst, bevor es in eine ebenfalls neu zu errichtende Containerverladeanlage gelangt. Da im Abwasser mitgeführte Steine und Ziegel die Rechenanlage beschädigen könnten, wird ein Steinfang in die neue Zulaufleitung integriert.

Das neue Rechengebäude wird auf einem Grundstück zwischen dem bestehenden Regenüberlaufbecken vor der Kläranlage und ihrem Zufahrtstor errichtet.

Um die Rechenanlage auch im Winter sicher betreiben zu können, wird um die Anlage herum außerdem ein Gebäude errichtet werden.

Geruchsdicht

Durch eine geruchsdichte Kapselung der Maschinentechnik und einen leichten Überdruck im Gebäude, der etwaige Gerüche in der Kanalisation hält, werden die Anforderungen hinsichtlich Geruchsemission und Arbeitssicherheit erfüllt. Die Bauzeit dauert voraussichtlich bis zum Jahresende 2014. Es entstehen Kosten in Höhe von 7,7 Millionen Euro.

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