Aachen - Klänge aus der Vorstadt: Kreativprojekt für Jugendliche

Klänge aus der Vorstadt: Kreativprojekt für Jugendliche

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Wollen für den richtigen Sound sorgen: Philipp Lemke und DJ Sticky Dojah. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Sounds des „Suburbs“ sind elektronisch und experimentell. Aber auch voll von Hip-Hop- Beats und Dance-Klängen. Und mitunter sind sie etwas holprig und schwer zu verstehen. Bunt – das sind sie allemal. Denn bei einem der größten Bildungsprojekte, die es im Kreativbereich der Volkshochschule (VHS) gibt, zeigt „Sounds of the Suburbs“ (Klänge der Vorstädte), dass sowohl im musisch-kreativen, als auch im schulischen Bereich gemeinsam jede Menge erreicht werden kann.

Finanziert und ins Leben gerufen wurde das Pilotprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in Zusammenarbeit mit der VHS. Über 120 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren haben sich drei Wochen lang intensiv mit den verschiedenen Modulen wie Tanz, Musik, Fotografie, Deutsch als Fremdsprache oder Graffiti beschäftigt. Das Besondere ist, dass überwiegend Teilnehmer aus den aachener Randgebieten mit dem Projekt angesprochen wurden, sowie Jugendliche mit Migrationshintergrund, Schulabbrecher und Asylanten.

Spaß, Kreativität und Bildung

Bei dem für sie kostenlosen Konzept haben 28 Dozenten ein Programm entworfen, bei dem Spaß, Kreativität und Bildung kombiniert werden. Während in der einen Halle Break-Dance trainiert wird, widmet man sich in einem kleineren Raum dem Theater. Edith Krahl spielt mit einer Gruppe von fünf Jugendlichen Szenen nach, die mitten aus dem Leben anderer Kulturen gegriffen sind. Es wird mit Klischees gespielt und Situationen werden hinterfragt. In dem Stück „Wenn zwei das Gleiche tun“, kommen ein türkisches Mädchen und ein türkischer Junge jeweils zu spät nach Hause – die Reaktion der Eltern ist bei ihrem Sohn jedoch völlig anders, als bei der Tochter.

Weniger hitzig geht es indes bei David zu. Der 12-Jährige checkt noch kurz die Technik, bevor er mit dem Aachener DJ Philipp Lembke alias „Sticky Dojah“ gemeinsam Platten auflegt. Für den Electro-Fan ein echtes Highlight. Dass David Autist ist, spielt hier keinerlei Rolle. Er kann bei der Abschlusspräsentation des Projektes mit Sticky Dojah vor Publikum auflegen. Oliver Wagner, Mitorganisator des Suburbs, beobachtet alles mit einem Lachen: „Es war ein enormer organisatorischer Aufwand, dass alles so klappt. Aber wenn wir sehen, wie groß der Spaß ist, dann hat sich alles gelohnt.“ Der erste Durchlauf des Bildungsprojektes findet am 31. August seinen Abschluss mit vielen Aufführungen der jeweiligen Module. Am 31. August beginnt um 17 Uhr die Abschlusspräsentation von „Sounds of the Suburbs“ im Innenhof der Nadelfabrik, Reichsweg 30.

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