Kitas: Umzug in die Franzstraße

Von: Aljona Hartstock
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Ausweichquartier für Kita-Gru
Ausweichquartier für Kita-Gruppen: In der Klaus-Hemmerle-Schule, die geschlossen wird, ist Platz vorhanden, um Kinder während des Umbaus städtischer Kindertagesstätten vorübergehend unterzubringen.

Aachen. Bis zum Kindergartenjahr 2013/2014 will die Stadt 371 zusätzliche Kita-Plätze schaffen. Dazu soll an mehreren Kindergärten um- und angebaut werden. Hintergrund ist, dass im U3-Bereich bis zum 1. August 2013 eine Versorgungsquote von 35 Prozent vorgesehen ist, um den Rechtsanspruch der Eltern zu erfüllen.

Ob 35 Prozent reichen, ist aber nicht mit Sicherheit zu sagen. Dabei wurden Konsequenzen aus den Fehlern der Vergangenheit gezogen: Wurden frühere Baumaßnahmen noch während des laufenden Betriebs vorgenommen, will die Stadt, so wurde es im Kinder- und Jugendausschuss erklärt, die Kita-Gruppen in Zukunft lieber auslagern.

Grund dafür sind die nicht vertretbaren Umstände während der Bauphase wie Lärm- und Schmutzbelastungen. „Das darf nicht wiederholt werden”, sagt Elke Münich, Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Schule. Nachteilig waren auch die längeren Bauzeiten, da manche Baumaßnahmen nur nach Feierabend oder am Wochenende angegangen werden konnten.

Im Laufe der Baumaßnahmen, die im Frühjahr 2013 beginnen sollen, werden voraussichtlich 16 Kita-Gruppen ausgelagert werden müssen. Betroffen sind die Kitas Passstraße, Aachener Straße, Bergstraße, Düppelstraße und Franz-Wallraff-Straße. Zwei geeignete Auslagerungsstandorte sind bereits gefunden: in der Klaus-Hemmerle-Schule in der Franzstraße und in der Schagenstraße.

Da die Klaus-Hemmerle-Schule auslaufend geschlossen wird (sie nimmt seit zwei Jahren keine neuen Schüler mehr auf), stehen schon jetzt freie Räume zur Verfügung. Des weiteren bietet sich in der Schule die Möglichkeit, eine Küche einzurichten. Der Pavillon auf dem Außengelände soll dabei abgerissen und die frei werdende Fläche für die Kinder hergerichtet werden. Nach jetzigem Stand könnten drei Kita-Gruppen in die Franzstraße ziehen. Nach vorläufigen Schätzungen wird die Stadt dafür in diesem Jahr 355.000 Euro und 2013 32.000 Euro in die Hand nehmen müssen.

In der Schagenstraße ist Platz für einen Pavillon. Dieser soll nach Ende der Auslagerung jedoch wieder abgebaut werden. Auch hier ist die Errichtung einer Außenfläche für die Kita-Gruppen geplant. In der Schagenstraße kommen auf die Stadt 2012 wohl Kosten von 366.800 Euro und 2013 von 262 200 Euro zu. Der geplante Pavillon wird der Stadtverwaltung zufolge bis zu sechs Kindergartengruppen aufnehmen können.

Kosten höher als erwartet

Da 16 Gruppen ausgelagert werden müssen, aber nach derzeitigem Stand Auslagerungsplätze für nur neun Gruppen geschaffen werden, sollen die Baumaßnahmen möglichst zeitlich versetzt erfolgen. Für beide Auslagerungsstandorte ergeben sich demnach Kosten von 721.800 Euro im Jahr 2012 und 334.200 Euro im Jahr 2013. Nicht ganz klar ist bisher, wie die Kosten gedeckt werden sollen. Für das laufende Jahr sind lediglich 141.500 der 721.800 Euro im Haushalt verankert.
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