Aachen - Kita ist nur noch einen Mausklick entfernt

Kita ist nur noch einen Mausklick entfernt

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:
So sieht sie aus, die Startsei
So sieht sie aus, die Startseite des neuen Kita-Portals, in dem 112 von 128 Kindertagesstätten bislang erfasst worden sind. Eltern können hier umfangreiche Informationen abfragen und Termine vereinbaren.

Aachen. Die Kindertagesstätte um die Ecke ist nur noch einen Mausklick entfernt. Und die am anderen Ende der Stadt auch. Seit Freitag läuft es, dass lange angekündigte und in seiner Entstehung nicht reibungslose „Kita-Portal” der Stadt Aachen.

In dem alle Eltern einen Überblick über fast alle Kindertagesstätten mit ihren pädagogischen Konzepten, Essensangeboten, Räumen, Außengelände und nicht zuletzt freien Plätzen in den nächsten Monaten und Jahren erhalten. 112 von 128 Kindertagesstätten (keine privat-gewerblichen) sind darin aufgeführt - 57 städtische und 55 von 23 freien Trägern. Zehn Träger mit 16 Einrichtungen fehlen bislang. Aber sieben wollen, wie Stadtdirektor Wolfgang Rombey berichtet, im Laufe des Jahres noch ins Portal eintreten. „Das ist ein umfassender Überblick und eine großer Fortschritt für alle jungen Familien in Aachen”, sagt Rombey.

Nach Bonn und Düsseldorf ist Aachen erst die dritte Kommune, die ihren Eltern diesen Überblick im Internet gibt. Klickschnell lassen sich Einrichtungen anwählen, Bilder zeigen, Kitas in der Nachbarschaft ausfindig machen. Aber, und darauf legen die Verantwortlichen großen Wert: Es ist kein Anmeldeportal. Es lässt sich zwar Interesse an einzelnen Einrichtungen (blaue Häuschen besagen, dass es freie Plätze gibt, gelbe, dass die Einrichtung belegt ist) bekunden und auch Termine können per Mausklick ausgemacht werden. Den Besuch in der Einrichtung und das persönliche Gespräch ersetzt www.kitas.aachen.de (auch unter www.aachen.de erreichbar) nicht und wird es auch niemals ersetzen. „Es führt kein Weg am Elterngespräch vorbei”, betont Rombey.

101 000 Euro hat die Entwicklung beziehungsweise die Schulung der Mitarbeiter in den Einrichtungen gekostet. Doch nicht nur für die Eltern soll es von unschätzbarem Wert sein. Denn hinter der Internetseite steckt ein umfassendes Programm (Ein Produkt aus dem Haus Little Bird von der Regio IT auf die Aachener Verhältnisse angepasst), mit dem die Kindertagesstätten, wenn sie wollen, sich selbst verwalten können, und die Stadt Aachen ihre Daten erfasst. Zudem soll ein erhebliches Problem mit dem Kita-Portal aus der (zunächst virtuellen) Welt geschafft werden: Das der Doppelanmeldung an verschiedenen Kitas. Denn die Stadt kann fortan nachvollziehen, welche Eltern sich welche Kita anschauen, Gespräche führen und letztlich anmelden. Ein wichtiger Filter wurde so also programmiert. „Das erleichtert uns die Kindergartenbedarfsplanung in Zukunft”, erklärt Rombey.

Alle Einrichtungen werden vergleichbar präsentiert. Die Redaktion lag letztlich im Presseamt der Stadt bei Katharina Kunstic und Björn Gürtler, die Fotos kommen von Andreas Steindl. „Ich habe hier alle wesentlichen Informationen auf einen Blick”, erläutert Elke Münich, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend, Schule das Ergebnis. Darunter sind Öffnungs- und angebotene Betreuungszeiten (25, 35 oder 45 Stunden), Träger, Konfession, und, und, und. Nach allen Kriterien kann im Gegenzug auch direkt gesucht werden. „Wir sind wieder einen Schritt weiter Richtung eines familienfreundlichen Aachens”, findet die Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses, Ruth Wilms (CDU).

Den Weg sind Stadt und freie Träger nach anfänglichen Irritationen gemeinsam gegangen. Es ging natürlich um Geld, die Träger sollten Teile der Kosten selber tragen. Die Politik wollte die Träger dies aber nicht stemmen lassen, so übernimmt die Stadt alle kosten - auch die laufenden Kosten für die Einrichtungen über jährlich 38000 Euro. „Alle Hürden sind abgebaut worden. Wir waren letztlich sehr partnerschaftlich in die Entwicklung eingebunden worden”, sagt Guido Rothkopf, Fachbereichsleiter Kinder und Familie der Caritas-Lebenswelten. „Wir sehen die Weiterentwicklung des Kita-Bereiches als gemeinsame Aufgabe.”

Das Kita-Portal spielt dabei eine wichtige Rolle. Nach und nach soll es wachsen. Denkbar wäre zumindest für Elke Münich, dass irgendwann auch Tagesmütter mit ihren Angeboten wieder erfasst würden. Dann sind sie auch nur einen Klick entfernt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert