Kita-Betreuung: Brander Eltern brauchen Geduld

Von: Leon Kirschgens
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Kindertagesstätte
Den größten Bedarf gebe es in der Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Foto: Rolf Vennenbernd

Brand. Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns (CDU) war sichtlich erfreut, ja fast schon etwas überrascht, auf welch reges Interesse die erste Sitzung der Bezirksvertretung Brand in diesem Jahr stieß. Der Saal war gut besucht. Und das hatte vor allem einen Grund: Nach wie vor mangelt es auch in Brand an Kindertagesstätten.

Die Gründe für die schwierige Situation stellte Martina Pautsch vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule in Aachen vor: „Wir haben in den letzten Jahren einen starken Anstieg der Kinderzahlen“, sagte sie, „und gleichzeitig sind die räumlichen Kapazitäten begrenzt.“ Zwar sei der Bau zweier Kindertagesstätten mit jeweils mindestens fünf Gruppen ab Sommer 2017 geplant, eine davon im Kollenbruch. Doch der Bau dauere zwei bis fünf Jahre.

Den größten Bedarf gebe es in der Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Tillmanns fand ernüchternde Worte: „Wir wissen, dass die Situation für viele Eltern in Brand schwierig ist und tun unser Bestes, das zu ändern“, sagte er, „aber wir können das Problem in den nächsten zwei Jahren nicht lösen.“

Zuversichtlicher gaben sich die Politiker dagegen bei dem Thema Fahrradfreundlichkeit. Gereon Hermens und Norbert Rath von der Projektwerkstatt „Fahrradfreundliches Brand“ stellten den Politikern eine „Fahrrad-Vorrang-Route“ vor, die die Situation der Radfahrer von Brand auf dem Weg in die Aachener Innenstadt verbessern soll.

Geplant ist, auf ausgewählten Straßen einen breiten roten Streifen für Fahrradfahrer zu reservieren. Dadurch könne die Sicherheit der Radfahrer, gerade für Schüler auf dem Weg zur Schule erhöht werden. „Gleichzeitig unterstützen wir damit das Bestreben der Stadt, dass weniger Menschen mit dem Auto in die Innenstadt fahren müssen – ob wegen der schlechten Parkplatzsituation oder der Luftverschmutzung“, sagte Rath. Das Projekt fand bei den Politikern viel Zustimmung und soll weiter verfolgt werden.

Ebenfalls einer Meinung waren die Fraktionen beim Thema verkaufsoffene Sonntage. Die Bezirksvertretung sprach sich für eine Öffnung der Geschäfte an folgenden vier Sonntagen aus: Eröffnungsfeier des Brander Marktplatzes am 21. Mai, Sommerkirmes in Brand am 9. Juli, Herbstkirmes in Brand am 22. Oktober und Weihnachtsmarkt in Brand am 3. Dezember. Die Parteien begründeten ihre Entscheidung mit der immer größer werdenden Konkurrenz durch den Onlinehandel. Außerdem seien verkaufsoffene Sonntage aus Erfahrung immer gute Einnahmequellen.

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