Kindertagesstätte Wichernstraße: Das „freie Großwerden“ ist zeitlos

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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50 Jahre Kita Wichernstraße: Mit einem Festgottesdienst in der Annakirche wurde der runde Geburtstag gefeiert. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Bunte Federn schmückten die Kinderköpfe, große Papierblumen den Altarraum der Annakirche – beim festlichen Familiengottesdienst am Sonntag anlässlich des 50-jährigen Bestehens des evangelischen Kindergartens in der Wichernstraße brachten die Kinder der Einrichtung und ihre sechs Erzieherinnen Farbe in die Annakirche.

Bunt ging es schon in den ersten Jahren der Einrichtung zu, wie alte Fotos, projiziert auf die Kirchenwand, bewiesen: Schlaghosen und wild gemusterte Pullunder in kräftigen Farben gehörten damals in jeden Kinderkleiderschrank. Mit 90 Kindern zwischen drei und sechs Jahren in drei Gruppen startete man 1967 in die evangelisch geprägte Betreuungs- und Bildungsarbeit.

Innerhalb eines halben Jahrhunderts hat sich natürlich einiges verändert: Deutlich weniger Kinder – aktuell sind es 49 in zwei Gruppen – besuchen heute die Einrichtung in der Wichern-straße, 2014 wurde sie als Bewegungskindergarten ausgezeichnet, und die Pullunder gibt es heute auch nicht mehr.

Geblieben ist der evangelisch geprägte Alltag der Kinder, das „freie Großwerden“, wie es Pfarrer Jens Wegmann, synodaler Beauftragter für die Kita-Arbeit im Kirchenkreis Aachen, nannte. „Während meiner Arbeitszeit mit den Kindern über den Glauben reden“, erklärte auch Dania Neff, seit 2015 Leiterin des evangelischen Kindergartens Wichernstraße, als wesentlichen Grund, warum sie sich für eine evangelische Einrichtung entschieden hat.

Für viele Eltern ist das ebenfalls Motivation, ihre Kinder in der Wichernstraße anzumelden und ihre Kinder auch noch taufen zu lassen, wenn sie das Säuglingsalter schon hinter sich haben. Wie beim Festgottesdienst, bei dem Kindergartenkind Anton zusammen mit großem Bruder Luca und kleiner Schwester Elisa ans Taufbecken trat.

Gemeinsam wurden sie von Pfarrerin Bärbel Büssow als „Kinder Gottes“ in die Gemeinde aufgenommen. Das passte zur Quintessenz der Ansprache Büssows: „Das Leben wird schöner, wenn wir nicht nur nebeneinander existieren, sondern miteinander sind und füreinander einstehen.“ Und bunter wird es dadurch auch.

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