Kindertageseinrichtung Düppelstraße präsentiert Musical

Von: Nicole Neuser
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Voller Elan dabei: Das Kindermusical entführte das Publikum auf eine Reise rund um die Welt. Foto: Schmitter

Aachen. Die Kinder der städtischen Kindertageseinrichtung Düppelstraße nahmen die Besucher ihrer Musicals mit auf eine weite Reise nach Togo, in die Türkei, nach Marokko und zum Südpol. Das Musical „Eine Reise um die Welt” sollte vor allem Kulturen anderer Menschen vorstellen.

Die Kindertagesstätte hat einen Migrantenanteil von 98 Prozent. Der Leiterin der Kindertagesstätte, Monika Ropohl, lag es daher sehr am Herzen, diese vielen verschiedenen kulturellen Unterschiede zu verdeutlichen. Nicht nur die Kinder unterstützen das Musical gesanglich und tänzerisch, sondern auch die Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte und die Mütter der Kinder.

„Musik verbindet. Da viele in unsere Kindertagesstätte kein Deutsch sprechen, ist die Musik eine gute Möglichkeit zusammen zu kommen und gemeinsam Spaß zu haben. Die verschiedenen Kulturkreise leben oft unter sich, aber nicht miteinander”, erklärte Ropohl.

Die Kinder reisten mit einem Heißluftballon in die verschiedenen Länder und zeigten landesübliche Tänze, Lieder und Bräuche. Mitfinanziert wurde das Projekt vom Stadtteilbüro Ost.

Die Mitarbeiterinnen fingen langsam an mit den Kindern Lieder und Tänze einzustudieren. Beteiligt war daran auch Musikpädagogin Andrea Malburg. Zu Hause erzählte sie ihrem Mann, Rolf Schmitz-Malbur, davon, der auf die Idee kam, daraus ein Musical zu entwickeln. Mit Charly Endres textete und komponierte er Stücke für die Aufführung. Seit einem guten halben Jahr probte dann die gesamte Kindertagesstätte für den großen Tag.

„Wir mussten uns jedoch sehr umstellen. Oftmals kamen die Mütter nicht - oder die Kinder wurden zu früh abgeholt. Da mussten wir lernen, unsere deutsche Pünktlichkeit etwas abzulegen”, erklärte Ropohl. Bis zum Tag der Aufführung war nicht sicher, ob auch wirklich alle dabei sein würden. Doch dann ging alles gut, und das Musical wurde zu einem fröhlichen Erlebnis.

Die Kinder seien bei den Proben und der Aufführung mit voller Begeisterung dabei gewesen. Und neue Lieder kannten sie in kürzester Zeit auswendig, sagte Ropohl. Auch die Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte teilten diese Begeisterung. Die Proben fanden oftmals in deren freien Zeit statt, doch trotzdem beteiligte sich das gesamte Team, worüber sich Ropohl sehr freute. „Ich war wirklich sehr stolz auf das ganze Team und freue mich, dass nun viele etwas über die unterschiedlichen Kulturen der Menschen lernen konnten, mit denen wir täglich zusammen sind.”
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