Aachen - Kindernamen in Aachen: Marie und Ben haben das Näschen vorne

Kindernamen in Aachen: Marie und Ben haben das Näschen vorne

Von: Robert Esser
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Freut sich über starken Zuwachs: Standesamtsleiter Lothar Linden verzeichnet immer mehr Trauungen und Geburten in Aachen. Foto: Schmitter

Aachen. Die meisten frischgebackenen Eltern in Aachen haben ihre Tochter vergangenes Jahr Marie (29 Mädchen) und ihren Sohn Ben (30 Jungen) genannt. Dies hat das Aachener Standesamt auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt.

Auf den weiteren Plätzen bei den beliebtesten Mädchennamen landeten Charlotte, Emilia und Emma (jeweils 25), danach Lina, Mia und Sophie (je 22) sowie Luisa (21), Laura (19), Anna, Clara, Leni und Sophia (je 18). Auf der Rangliste der favorisierten Jungennamen folgen Emil (29), Jonas (27), Noah (26), Felix, Paul (je 25), Maximilian (23), Henri (22), Elias (19), Leon und Moritz (je 17). Aachens Stadtpatron Karl erklimmt immerhin Platz 37 mit acht Namensgebungen – jedenfalls als Rufname. Von insgesamt 3391 Neu-Aachenern erhielten 1259 zwei Vornamen, 167 drei Vornamen und 17 mehr als drei Vornamen.

Nachdem das Aachener Standesamt bereits im Jahr 2016 mit 3239 Geburtsbeurkundungen den höchsten Stand seit 2007 erreicht hatten (damals 2621 Erstbeurkundungen) ist das hohe Niveau des Jahres 2016 im vergangenen Jahr erneut um 5,6 Prozent angestiegen: auf 3419 Erstbeurkundungen. Zusätzlich erfolgten elf Nachbeurkundungen von im Ausland geborenen Kindern. „Die Gesamtzahl der Beurkundungen von 3430 liegt um sage und schreibe 30,5 Prozent über den Zahlen des Jahres 2007“, erklärt Standesamtsleiter Lothar Linden. Die andere Seite der Medaille: Die Zahl der zu beurkundenden Sterbefälle belief sich im Jahr 2017 auf 3268.

Deutlich erfreulicher: „Im Jahr 2017 wurden die letzten Lebenspartnerschaften geschlossen – und zwar insgesamt 15. Ab dem 1. Oktober 2017, dem Tag des Inkrafttretens des Gesetzes zur Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe, gibt es nur noch im Eheregister zu beurkundende Ehen gleichen oder unterschiedlichen Geschlechtes“, erläutert Linden.

1410 Ehen wurden im vergangenen Jahr insgesamt in Aachen geschlossen. Hinzu kommen zwölf im Ausland geschlossene Ehen, die hier nachbeurkundet wurden. „Die Zahl der tatsächlich in Aachen geschlossenen Ehen und Lebenspartnerschaften beläuft sich somit auf 1425. Somit haben wir im Jahr 2017 fast den Spitzenwert des Jahres 2016 mit 1453 Ehen und Lebenspartnerschaften erneut erreicht“, rechnet der Standesbeamte vor.

Ein weiterer Aufwärtstrend setzt sich durch: Mehr Paare als jemals zuvor kamen von außen in die Stadt Aachen, um hier zu heiraten. Der Spitzenwert des Jahres 2016 von 274 Paaren ohne Wohnsitz in Aachen wurde im abgelaufenen Jahr 2017 mit 295 Paaren, also 20,7 Prozent aller hier geschlossenen Ehen, noch einmal übertroffen.

„Neben den unterschiedlichen Räumlichkeiten und der Art unserer Trauungen führe ich die Anziehungskraft auf auswärtige Paare insbesondere auf unser großes Angebot an Samstagen und an jedem Freitag zurück. So haben wir allein im Jahr 2017 exakt 484 Termine außerhalb der üblichen Öffnungszeiten am Freitagnachmittag oder an den Samstagen durchgeführt, davon allein 332 an Samstagen.“

Anderes bleibt wie gehabt: Wie in den Vorjahren fanden die meisten Trauungen (729) im Trauzimmer des Standesamtes statt. Im Weißen Saal des Rathauses waren es 363, im Couven-Museum 48, in Schloss Schönau in Richterich 70, in der Burg Frankenberg 48. In den Bezirken (ohne Schloss Schönau) fanden 11,5 Prozent aller in Aachen geschlossenen Ehen statt.

Linden wirft noch einen Blick aufs Jahr 2018: Die größte Terminauswahl hat man als Paar in den Monaten Januar bis März, ab April liegen die monatlichen Eheschließungszahlen regelmäßig deutlich über 100 – zum Beispiel Juni 142, Juli 155, August 163, September 151 und im Dezember, wie üblich der stärkste Monat, bei 184. „Selbst im eher tristen November heirateten 2017 insgesamt 131 Paare und somit sogar mehr als im vermeintlichen Heiratsmonat Mai. Da waren es 122“, zählt Linden auf.

Und riet zu früher Planung: Man kann sich nämlich schon ein Jahr vorher einen Termin sichern. Für April bis August 2018 stehen keine freien Termine mehr in den Trauzimmern Weißer Saal des Rathauses und im Couven-Museums zur Verfügung – selbst wenn das Brautpaar Marie und Ben heißen sollte.

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