Forst - Kinder und Jugendliche führen Bibelgeschichte mit viel Musik auf

Kinder und Jugendliche führen Bibelgeschichte mit viel Musik auf

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
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Musical "Johannes der Täufer" (Foto 3 ) des Kinder- und Jugendchores St. Katharina AC-Forst, Generalprobe, Kirche St. Katharina, Forster Linde (Premiere 25.9.)

Forst. Er trägt einen Mantel aus Kamelhaar mit einem Ledergurt, ernährt sich von Heuschrecken und Honig und hat eine krasse Botschaft: Kehrt um und ändert euer Leben. In der Bibel ist Johannes der Täufer der Wegbereiter für Jesus Christus, der eine ganz ähnliche Botschaft predigt.

Die spannende Geschichte erlebten rund 100 Besucher in der Forster Kirche St. Katharina als Musical-Aufführung des Kinder- und Jugendchores St. Katharina. 110 Kinder und Jugendliche haben sich das Bibelmusical von Markus Heusser, Larissa Leuschner, Rebekka Steil und Thorsten Rheinschmidt selbst ausgesucht. Die Aufführung in St. Katharina an diesem frühen Samstagabend ist die Generalprobe, das erste Mal sind alle im Kostüm und spielen das Stück von Anfang bis Ende durch. „Drücken Sie bitte beide Augen zu, wenn mal etwas nicht so klappt“, bittet Chorleiter Frank Sibum die Besucher, dann beginnt das Klaviervorspiel.

Unter Applaus der Besucher ziehen die Kinder in die Kirche ein, man sieht Soldaten, Priester, sogar zwei Palmen sind dabei. „Mein Name ist Johannes, und dies ist meine Geschichte,“ stellt sich der Hauptdarsteller Tim Spiekermann vor. Dann erklingen die ersten Takte des Eröffnungsliedes „Licht der Welt“. 13 Lieder, begleitet von der fünfköpfigen Band „Sound of 4st“, erzählen die Lebensgeschichte von Johannes, der den Beinamen der Täufer erhalten hat, weil er die Menschen, die ihr Leben ändern wollen, im Jordan tauft – als sichtbares Zeichen des neuen Lebens. Die Stücke sind poppig, manchmal rockig, sehr rhythmisch. Auch einige Balladen sind dabei.

Jedes Stück begleitet der Chor mit Bewegung, für manche Stücke hat sich der Chor sogar richtige Tänze ausgedacht. Um diese einzustudieren, opferten die Sängerinnen noch einmal zusätzliche Zeit außerhalb der Proben. Kurze Theaterszenen bilden die erzählerischen Brücken zwischen den Liedern. Carina Liebhard und Sophie Astrup leiten die kurzen Szenen als Erzählerinnen ein. Die Autoren haben hier neben der biblischen Geschichte auch eine ordentliche Portion Humor einfließen lassen. „Wir sind schon ein richtiges Ehepaar“, sagt die schwangere Elisabeth, Mutter des Johannes, an einer Stelle zu ihrem Ehemann, dem Priester Zacharias, „du sagst seit einem halben Jahr nichts mehr und ich putze.“

Als sich Johannes in die Wüste zurückzieht, beobachten die beiden Palmen Palmi (Christina Rüterkamp) und Palma (Natalie Tuzolana) das Geschehen und kommentieren die Ereignisse aus ihrer Sicht. Auch ihre Schilderungen sorgen bei den Zuschauern für viele Lacher. Bei der Herstellung der Kostüme halfen Eltern beim Nähen, das Bühnenbild entstand nach einer Idee von Katharina Kubiza. Dass die Geschichte von Johannes dem Täufer eng mit der Geschichte Jesu verwoben ist, wird an mehreren Stellen deutlich. Jesus kommt zu Johannes und lässt sich taufen. Als Johannes ins Gefängnis kommt, zweifelt er an seinem Auftrag und sucht Beweise, ob Jesus wirklich der Messias ist, für den er ihn hält. Die Lieder rühren an, und die Kinder und Jugendlichen des Chores haben sich richtig viel einfallen lassen, um die Geschichte zu erzählen. Der donnernde Applaus nach der 70-minütigen Aufführung sprach für sich selbst.

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