Kinder sollen nicht mehr in der dunklen Ecke spielen

Von: bj
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Burtscheid. Für Benjamin Fadavian ist die Umgestaltung des Ferberparks eine Herzensangelegenheit. „Ich bin in Burtscheid aufgewachsen und habe dort viele schöne Stunden verbracht”, erinnert sich der Jugendbeauftragte des SPD-Ortsvereins Burtscheid an seine Kindheit zurück.

Doch seine Mine verfinstert sich schnell, wenn er an den nahegelegenen Spielplatz an der Kleverstraße denkt. „Diesen habe ich gemieden. Er ist dunkel und verdreckt, überall liegen Kondome und Spritzen herum. Daran hat sich bis heute nichts geändert”, ärgert sich der 19-Jährige.

Um künftigen Generationen einen Besuch auf dem Spielplatz Kleverstraße zu ersparen, hat Fadavian im Dezember 2008 einen Antrag verfasst, der die Auflösung zu Gunsten des Ferberparks vorsieht. Neben dem Unterstand soll auch eine Tischtennisplatte den Weg in den Ferberpark finden.

„Der Park ist transparenter und stellt die viel bessere Alternative dar”, ist Fadavian überzeugt. Das sehen auch der Kinder- und Jugendausschuss und die Bezirksvertretung Aachen-Mitte so. „Wir haben den Beschluss vorliegen, dass unser Vorschlag demnächst umgesetzt wird”, berichtet der Jugendbeauftragte.

Die Kosten für den Ab- und Aufbau, den Transport, sowie die Plattierung einer Fläche von fünf mal fünf Metern für den Unterstand belaufen sich auf 3800 Euro, die vom Stadtbetrieb getragen werden. Auch die Hauptschule Burtscheid und die Euro Jugend sollen vom Spiel- und Freizeitangebot im Ferberpark profitieren.

Über die weitere Verwendung des Spielplatzes an der Kleverstraße hat sich Fadavian ebenfalls Gedanken gemacht. „Ein Spielplatz ist ein Platz zum Spielen. Diesem Anliegen wird nicht Rechnung getragen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass der Spielplatz ganz aufgelöst wird.”

Abgesehen von einer Buckelpiste für BMX-Räder sei dort nichts mehr, was für Jugendliche attraktiv sei. Die vorhandene Freifläche könne als Parkraum besser genutzt werden.
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