Aachen - Kinder der KGS Feldstraße lernen, sich zu behaupten

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Kinder der KGS Feldstraße lernen, sich zu behaupten

Von: kaa
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Runde Sache: Katrin Machowetz arbeitet mit den Kindern der KGS Feldstraße in dem Projekt "Gewaltfrei lernen!". Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Arme vor der Brust sind abwehrend ausgestreckt, ein Bein ist nach vorne gestellt. „Stopp!“, rufen die Kinder aus der 2b der Katholischen Grundschule Feldstraße. Und: „Lass mich in Ruhe!“. Trainerin Katrin Machowetz ist zufrieden. „Das war mutig und stark.“

Seit einer Woche ist die Sportwissenschaftlerin mit dem Projekt „Gewaltfrei Lernen“ an der Grundschule. Einmal in der Woche hat die Klasse bei ihr eine Stunde Training. 2010 ging das Projekt , das vom Förderverein Gewaltfrei Lernen getragen wird, an den Start.

60 Schulen haben bislang das Projekt durchgeführt. Finanziert wird das Projekt von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.

Spielerisch trainieren die Kinder soziales Verhalten, Teamwork und Konfliktfähigkeit. Auch das pädagogische Personal und die Eltern werden geschult. Inzwischen lernen die Kinder den Gorilla-Griff, mit dem sie sich befreien können, wenn sie festgehalten werden.

Dafür ballen sie die Hände zu Fäusten und drehen ihre Arme so, dass das Gegenüber keinen festen Griff mehr hat. Dann ziehen sie die Arme ruckartig nach oben. Ein lautes „Lass‘ mich in Ruhe!“ soll die Situation beenden.

Die Kinder lernen auch, dass Gegengewalt das Problem nicht löst. „Das gibt dann für beide Ärger“, gibt Machowetz zu bedenken. Besser sei es, einfach wegzugehen. Aber es gibt Situationen, die sich nicht so leicht lösen lassen. Diese lässt sie mit einem Rollenspiel nachstellen.

Kahinde soll Darko so ärgern, dass dieser fällt und sich verletzt. Eine Situation, wie sie auf dem Schulhof oft vorkommt. Die Aufsichtsperson rufen ist eine Lösung. Aber die Kinder lernen auch, Konflikte selbst zu lösen.

Rektorin Marga Bourceau und Lehrer Kai Völlink finden so ein Projekt auf jeden Fall gewinnbringend. „Es ist wichtig, dass alle Kinder gerne und angstfrei zur Schule gehen. Da helfen solche Projekte“, so Bourceau.

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