Kinder der Grundschule Vaalserquartier spenden 8500 Euro für Indien

Von: ths
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Vaalserquartier. Dr. Jürgen Zippel ist pensionierter Orthopäde. 2002 hat der Hamburger seinen OP-Tisch von der Elbe ins südindische Mylaudy verlegt. Mylaudy - das ist eine Stadt im Süden Indiens mit 100000 Einwohnern.

„Das ist wenig im Vergleich zu den Megastädten Kalkutta oder Mumbai”, erklärt Zippel, der hier das Children´s Orthopaedic Centre (COC) aufgebaut hat.

Jedes Jahr verbringt er die Monate zwischen November und März in der Klinik und richtet Klumpfüße oder verlängert oder verkürzt Beine. „Viele Kinder in dieser Region leiden unter den Folgen der Kinderlähmung und sind körperlich schwer behindert.

Mit kleinen Operationen helfen wir diesen Kindern, damit es auch für sie selbstverständlich wird, auf beiden Beinen statt auf allen Vieren zu laufen”, erklärt Zippel. Rund 150 Euro kostet eine Operation.

Dass Zippel und sein Team ab November genügend Geld für etwa 50 Operationen mit nach Mylaudy nehmen können, verdanken sie den 220 Kindern der Grundschule Vaalserquartier.

Die haben 8500 Euro beim Sponsorenlauf für Mylaudy gesammelt. „Wir haben zuerst ganz viele Fotos von den armen und kranken Kindern gesehen, und der Arzt hat uns dazu was erzählt. Dann fanden wir es alle gut, auf dem Sportplatz zu laufen und Geld zu sammeln, und dann haben wir das eben gemacht”, erzählt Alicia (9).

Eltern, Großeltern, Paten und sogar Freundinnen und Freunde haben die Kinder überzeugt, pro gelaufener Runde Geld zu spenden. „Alle Kinder waren nach dem bewegenden Vortrag und den berührenden Fotos aus Indien sehr engagiert.

Ein Kind aus dem ersten Schuljahr hat sogar 20 Runden geschafft”, lobt Schulleiterin Ute Ketteniß den Einsatz ihrer Schützlinge. Und auch die Leistung der achtjährigen Kim ist beachtlich: Sie hat mit ihrem Rollstuhl zwölf Runden um den Sportplatz zurückgelegt.

Im Sach- und Religionsunterricht haben die Kinder Hintergründe zum Leben in Indien erarbeitet: „Da können nur die Reichen zum Arzt gehen, und die Armen müssen krank bleiben”, erklärt Laurenz (9).

Nora Claus, die über den internationalen Verein Zonta-Club den Kontakt zwischen Grundschule und COC hergestellt hat, begrüßt die Aktion: „Es ist toll, dass die Kinder schon in so jungen Jahren für soziales Engagement sensibilisiert werden.”

Und damit die Kinder auch den Erfolg ihres Einsatzes sehen, verspricht Dr. Zippel, nach seiner Rückkehr aus Indien wieder in die Schule zu kommen und den Kindern Fotos mitzubringen.
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