Aachen - Kinder aus benachteiligten Familien zu Gast im Feriendorf

Kinder aus benachteiligten Familien zu Gast im Feriendorf

Von: Philipp Schröders
Letzte Aktualisierung:
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Die ersten „richtigen” Ferien: Janine, Hakan, Leah und Georgina hatten ganz viel Spaß im Feriendorf. Betreuerin Radvile Zizyte begleitete die Kinder auf der Heimreise. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Die Deutschen gelten statistisch als Reiseweltmeister. Aber gerade in kinderreichen Familien haben die Eltern oft nicht genug Geld, um sich einen Urlaub leisten zu können. Deshalb hatten der Landessportbund NRW (LSB) und die ARD-Fernsehlotterie zehn Kinder aus benachteiligten Familien aus Aachen und der Region zwei Wochen in das Feriendorf des LSB eingeladen.

„Für viele der 9- bis 13-Jährigen sind Ferien ein seltenes oder gar nicht vorhandenes Erlebnis, da sich ihre Eltern aus finanziellen Gründen Urlaub nicht leisten können”, sagte Pressesprecher Ulrich Marcus Trofimov von der Fernsehlotterie.

Im Feriendorf in Hinsbeck erwartete die Kinder ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm. Beim Schwimmen, Fußballspielen und Kanufahren konnten sie sich austoben. „Wir haben den ganzen Tag gespielt und waren immer unterwegs. Das hat ganz viel Spaß gemacht. Nur zwischendurch mussten wir auch aufräumen”, erzählte die zehnjährige Janine.

Im Feriendorf kümmerten sich um die Kinder Betreuer, die speziell darauf geschult sind, mit Problemen wie Spannungen in der Gruppe oder Heimweh umzugehen. Davon war beim zwölfjährigen Hakan allerdings nichts zu spüren. „Besonders toll waren die Fußballturniere. Leider habe ich mit meiner Mannschaft verloren.”

Seine Eltern konnten in diesem Jahr nicht mit ihm in den Urlaub fahren. Hakans Mutter, Brigitte Noppeney, war schwer erkrankt und musste jeden Tag im Krankenhaus behandelt werden. „Für uns war es ganz toll, dass der Hakan Urlaub im Feriendorf machen konnte. Die Zeit war sehr schwer für die Familie und das war eine schöne Ablenkung für ihn”, sagte sein Vater, Josef Noppeney. Und der Mutter geht es inzwischen auch wieder besser.

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