Kimiko-Festival: Von Elektropop über Blues bis Indie-Punk

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Haben den Überblick über das Programm: Jens Michel, Rick Opgenrooth, Andreas Beitin und Wolfgang Schumacher (von links). Foto: Michael Jaspers

Aachen. Keziah Jones, Sebastian Sturm, Jaya the Cat, Joseph Bowie BB Funk, De Wolff, Fuck Art Let‘s Dance, Miwata – während im vergangenen Jahr das Kimiko-Festival rund um das Ludwig-Forum fast ausschließlich mit regionalen Künstlern aufwartete, wird es bei der zweiten Auflage vom 12. bis 14. August deutlich internationaler.

Nach der relativ spontanen, aber erfolgreichen Premiere setzen die Kimiko-Macher jetzt mehr auf überregionale Bekanntheit vieler Acts. Immerhin wollen Rick Opgenoorth, Wolfgang Schumacher und Jens Michel gerne 6000 Besucher zu Kimiko locken.

Ansonsten bleiben sie sich aber treu: drei Tage, drei Bühnen, 40 Bands und Musiker, zehn mehr als bei der Premiere. Und eine Mischung der Musikstile, die von entspanntem Elektropop bis wildem Indie-Punk alles parat hält, was die aktuelle Genrekiste hergibt. Und an alle Liebhaber der Öcher Musikszene: Auch die wird natürlich wieder vertreten sein.

Keziah Jones dürfte der bekannteste und erfolgreichste Künstler des Kimiko-Festivals sein. Seine Verpflichtung macht Opgenoorth, Schumacher und Michel schon sehr stolz. „Der spielt nicht überall. Der sucht sich seine Engagements schon gezielt aus.“ Aber auch Reggae-Sänger Sebastian Sturm – längst international auf Tour – wird bei Kimiko seinen ersten Gig des Jahres in seiner Heimatstadt spielen.

„Wir kreieren auf dem Gelände des Ludwig Forums ein Festivalfeeling, das in Aachen an keinem anderen Ort so entsteht“, meint Opgenoorth selbstbewusst. Daran trägt sicher auch das verwunschene Gelände des Ludwig Forums einen großen Anteil. Während die Hauptbühne für die bekanntesten Acts behütet vom Ballerina-Clown im Hof des Forums Platz findet, wird der Park wieder zwei Bühnen beheimaten.

Besonders hier soll die entspannte „Hippieatmosphäre, die im vergangenen Jahr eher ausversehen entstanden ist“ (Opgenoorth), kultiviert werden: Liedermacher, Elektromusik, Liegestühle und Wiesenliegeplätze, Cocktailbar und weniger Gedränge vor den Bühnen soll das Markenzeichen von Park- und Waldbühne sein. Das Wechseln von Bühne zu Bühne ist dabei ausdrücklich erwünscht und wird von den Programmmachern durch entsprechende Pausen besonders an der Hauptbühne forciert.

Nach 23 Uhr – dem offiziellen Ende des Festivaltages – geht es dann bei Aftershowpartys mit bekannten DJs weiter. „DJ Soulrabbi wird einer davon sein“, sagt Opgenoorth.

Auch der neue Direktor des Ludwig Forums, Andreas Beitin, steckt voller Vorfreude. „Ich habe mich sehr gefreut, dass Kimiko wieder ins Ludwig-Forum kommt. Ich möchte das Haus wieder mehr zu einem lebendigen Ort des Austausches machen.“

Natürlich nutzt er damit auch die Gelegenheit, die Festivalbesucher in sein Haus zu locken: Die Eintrittskarte ermöglicht zugleich den Besuch der Ausstellung. „Unsere Jubiläumsausstellung wird dann bereits zu sehen sein.“ Zudem will er beim musealen Nachwuchs Spuren hinterlassen. Am familientauglichen Sonntag lädt seine museumspädagogische Abteilung alle Kinder zum Kunstsehen und Kunstmachen in Ausstellung und Werkstatt ein.

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