Kimiko-Festival: Tolle Musik, lässige Atmosphäre

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
15167248.jpg
Super Stimmung im Schatten des Ballerina-Clowns: Das Kimiko-Festival am Ludwig Forum hat sich fest im Aachener Terminkalender etabliert. Vom 25. bis 27. August treten wieder 50 Bands auf drei Bühnen auf. Doch es gibt rundherum noch viel mehr. Foto: Heike Lachmann
15167280.jpg
Freuen sich auf die dritte Auflage des großen Festivals: die Organisatoren Wolfgang Schumacher (l.), Rick Opgenorth (2.v.r.), Jens Michel (r.) und LuFo-Chef Andreas Beitin. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wenn Menschen älter als er selbst beim Auftritt einer jungen Elektro-Independent-Formation seinen Arm mit den Worten „Das ist Wahnsinn!“ packen, weiß Rick Opgenoorth, dass er und seine Mitstreiter Wolfgang Schumacher und Jens Michel bei der Auswahl des Line-ups beim Kimiko-Festival alles richtig gemacht haben.

Auch in diesem Jahr glauben die drei fest daran, dass es ihnen mit ihrem „einzigartigen Kind“ – so die Übersetzung aus dem Japanischen – wieder gelingen wird, alle Generationen mit ganz unterschiedlicher Musik und noch ganz anderen Kulturformen zu begeistern: Die dritte Kimiko-Auflage steigt vom 25. bis 27. August rund ums Ludwig Forum.

50 Bands für drei Bühnen und drei Tage haben die Kimiko-Macher ausgesucht. Lokale, euregionale und internationale Acts geben sich dabei die Klinkenstecker und Mikrofone in die Hand. „Es haben schon 70 Aachener Bands bei uns gespielt und doch haben wir wieder neue, richtig gute aufgetan“, so Opgenoorth. „Señor Torpedo“ hat sich schon einen Namen erspielt, „Rotfront“ hat die Besucher des Südstraßenfestes begeistert, „Ringo“ ist noch nicht so bekannt, hat aber ebenfalls viel Potenzial.

Zugpferde für Festival-Besucher über Aachens Grenzen hinaus werden „Girls in Hawaii“ und „Warhaus“ aus Belgien sein. Akua Naru aus Westafrika spielt in der ersten Liga des Global Pop, „Raggabund“ aus München ist eine bekannte Festivalband, „Dunkelbunt“ aus Österreich ebenfalls für ihre Live-Qualitäten bekannt, „Von wegen Lisbeth“ legt gerade einen „kometenhaften Aufstieg“ hin, findet Opgenoorth. „Gato Preto“ – afrikanische Weltmusik mit Elektro – ist sein Geheimtipp. „Eigentlich bespielen wir die Bühnen so, dass sich die Gigs auf den Bühnen abwechseln. Aber am Ende des Tages muss man sich wohl doch entscheiden, ob man an der Museumsbühne oder im Park sein möchte“, meinte Michel.

Auf jeden Fall soll kein Stress aufkommen und wieder die lässige Atmosphäre der vergangenen beiden Jahre entstehen. Beste Bedingungen bieten das Gelände mit Museumsvorplatz unterm Ballerina-Clown und vor allem der LuFo-Garten mit Wäldchen. In dem kleinen baumbestandenen Refugium empfangen Mitarbeiter der Carolus-Therme erstmals erschöpfte Festival-Besucher mit Massage-Angeboten und Liegestühlen zum Ausruhen.

Neu ist auch ein DJ-Set, das vom Hochschulradio und „Hotel Europa“ bespielt wird. Zudem führen drei Vertreter von „Rebell Comedy“ – Babak Ghassim, Usus Mango und Kalid Bounouar – mit Stand-up-Comedy und Poetry Slam durch die Festival-Tage. Um den Kultur-Clash zu vervollständigen, haben die Kimiko-Macher einen Streetart-Künstler und einige lokale Anbieter von Streetfood engagiert und wollen auch noch am Freitagabend nach 23 Uhr einen Film unter freiem Himmel zeigen. Wem nach einem ganzen Tag mit Wetter hautnah mehr nach geschlossenen Räumen zumute ist, ist bei den acht After-show-Partys in verschiedenen Locations der Stadt richtig.

Unter anderem im Space im Ludwig Forum. Und das ist nicht die einzige Möglichkeit, das Haus im Rahmen des Festivals zu erobern. „Wir bieten wieder Kurzführungen durch die Dauerausstellung an und Kinder von fünf bis zwölf Jahren sind täglich zwischen 15 und 17 Uhr in der Werkstatt eingeladen, selbst kreativ zu sein“, sagte LuFo-Leiter Dr. Andreas Beitin. Außerdem hat man mit dem Festival-Ticket freien Eintritt in die ehemalige Regenschirmfabrik. Da kann man Rick Opgenoorth ruhig mal wieder mit den Worten packen: „Das ist Wahnsinn!“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert