Aachen - Kimiko-Festival begeistert nicht nur Musikfreunde

Kimiko-Festival begeistert nicht nur Musikfreunde

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Hinein ins Vergnügen! Drei Tage sorgten zahlreiche Bands für den richtigen Kimiko-Ton. Foto: Andreas Herrmann, Andreas Steindl
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Kunst und Musik: Führungen durch das Ludwig Fourm gehören traditionell zum Programm des Festivals.
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Gut gelaunt: Rick Opgenoorth freute sich über einen reibungslosen Ablauf.
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Gut aufgelegt: Auch DJs sorgten für beste musikalische Stimmung im Park.

Aachen. Der kleine Mann im gelben T-Shirt war wirklich unglücklich. Die Tränen kullerten angesichts des blutverschmierten Knies, das mit viel Fürsorge von den diensthabenden Sanitätern versorgt wurde. Allen anderen Besuchern und Veranstaltern des Kimiko-Festivals war Sonntagnachmittag auf dem Gelände rund ums Ludwig Forum allerdings so gar nicht zum Heulen zumute.

Im Gegenteil: Die Sonne lachte, die Bands lieferten fette Sounds, die Stimmung war nach zwei erfolgreichen Festivaltagen äußerst gelassen. Dass das letzte Ferienwochenende in Aachen gespickt ist mit Möglichkeiten, die Tage und Nächte kulturell zu verbringen, habe sich nicht negativ ausgewirkt, meinte Festival-Organisator Rick Opgenoorth. „Wir haben das Gelände im dritten Jahr noch besser ausgenutzt. Mehr geht hier nicht“, sagte Opgenoorth und meinte damit sowohl die Anzahl der Bands und Bühnen, als auch die Spieldauer und die Lautstärke.

50 Bands ganz unterschiedlicher Stilrichtungen hatten ein bunt gemischtes Publikum bezogen auf Alter und Musikgeschmack angezogen. Die Park-Stage war ebenso groß wie die Museums-Bühne, so dass „oben“ wie „unten“ gleichwertige Acts wie „Girls in Hawaii“ und „Rotfront“ am Freitag oder „Dunkelbunt“ und „Warhaus“ am Samstag auftreten konnten.

„Als am Freitagabend auf beiden Ebenen die Post abging, hatte ich das erste Mal gute Laune“, lachte Opgenoorth am Sonntag und fügte ernst gemeint hinzu: „Dieses Konzept ist aufgegangen.“ Auch mit der Außenwirkung war er absolut zufrieden: „Es kommen Leute aus Köln, aus Dortmund. Und auch unter den Bands hat sich der Name Kimiko mittlerweile herumgesprochen.“ Auch deshalb konnten die Organisatoren zwei große Bühnen gleichzeitig bespielen.

Doch auf gute Musik reduziert sich Kimiko traditionell nicht: „Hier gibt es viel für Kinder – nur die Musik ist nicht so ganz unsere Richtung“, meinten Vanessa, Elina (beide 11) und Loreen (9). Musikalisch inspiriert waren sie beim Kinderprogramm in der Werkstatt des Ludwig Forums dennoch und zauberten Notenschlüssel mit Kreide aufs Papier. Das Museum brachte die Bildende Kunst auch für Erwachsene ein, indem man den Festival-Besuchern freien Eintritt bescherte und fachmännische Kurzführungen anbot.

Die Carolus Thermen beteiligten sich erstmals mit einer bestens frequentierten Massage-Lounge, in der ununterbrochen fünf Spa-Mitarbeiter die Rücken der Festivalbesucher durchkneteten. „Die Warteliste ist schon wieder voll“, freute sich Marketing-Leiter Hans-Peter Lipka über die positive Resonanz. „Fürs nächste Jahr wollen wir uns auf jeden Fall wieder unterhalten.“ Das Hochschulradio bekam eine eigene Ecke, um tanzbare Sounds vom Plattenteller zu liefern. „Jetzt konnten wir nonstop auflegen und waren kein Pausenprogramm mehr“, freute sich DJ Kevin Zhou. „Viele schätzten die Alternative. Abends wurde hier viel getanzt.“

Und die Sanitäter waren ebenfalls voll des Lobes. „Angesichts von 1500 bis 1700 erwarteten Besuchern täglich haben wir uns auf alles vorbereitet. Aber außer ein paar Schürfwunden und mal einem Wespenstich hatten wir wenig zu tun“, erklärte Tibor Stimgl. Bestimmt hatte der kleine Mann seine Tränen auch ganz schnell wieder vergessen.

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