Aachen - „Kimiko“-Festival: 27 Bands rocken rund ums Forum

„Kimiko“-Festival: 27 Bands rocken rund ums Forum

Von: Matthias Hinrichs
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Zeitgenössische Kunst am Forum mal anders: Marco Eidmann und Wolfgang Schumacher vom Jakobshof haben den Boden fürs „Kimiko“-Festival mit der kommissarischen Museumsleiterin Dr. Annette Lagler und „Intendant“ Rick Opgenoorth (v.l.) bereitet. Am 31. Juli startet der dreitägige Marathon. Foto: Michael Jaspers
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Fraglos einer der Top-Acts: Peter Sonntag und Band sind zum Finale am 2. August dabei. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Momentan liegt Aachens prominentester Kunsthort erwartungsgemäß tief im Sommerschlaf. Rings um die (selbstverständlich angenehmst klimatisierten) Flure des Ludwig Forums lässt sich mitten in den Ferien kaum ein Mensch blicken.

Trotzdem hoffen die Programmmacher des Museums bald auf Heerscharen von Kulturfans der anderen Art – und feinstes Öcher Wetterchen, noch bevor die letzten Tage der Urlaubszeit angezählt werden müssen. In Zusammenarbeit mit dem Jakobshof lädt das Haus an der Jülicher Straße zu einem Konzertreigen, wie ihn die Kaiserstadt in dieser geballten Form wohl lange nicht erlebt hat.

Von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August, wollen Wolfgang Schumacher, seines Zeichens Betreiber der derzeit vorübergehend heimatlosen Veranstaltungsstätte, und sein langjähriger Partner Rick Opgenoorth ihr „einzigartiges Kind“ das Laufen lehren – eine fantastische Spielwiese steht mit dem Gelände rings um die alte Schirmfabrik allemal zur Verfügung. „Kimiko“, einzigartiges Kind, haben die stolzen Väter ihren Festival-Coup nach der japanischen Übersetzung für den unverwechselbaren Sprössling nämlich kurzerhand getauft. Unter dem „Label“ werden sich an den drei Konzerttagen im lauschigen Lustgarten des Forums allerdings nicht weniger als 27 Live-Acts auf drei Bühnen tummeln.

„Ideal für ein Festival“

„Wir waren gleich begeistert, als die beiden mit der Idee auf uns zugekommen sind“, erzählt Dr. Annette Lagler, Interimsleiterin des LuFo. Schließlich seien Hof und Garten des Hauses erst jüngst vom Künstler-Trio „Atelier le Balto“ mit viel Aufwand neu hergerichtet worden. Bange um die Freiluft-Exponate aus den Werkstätten von Jonathan Borofsky, Horst Antes und Thomas Virnich treibt die Chefin nicht um. „Die Anlage ist ideal für ein solches Festival“, frohlockt auch „Intendant“ Opgenoorth.

Davon konnten die Organisatoren offensichtlich auch viele der angesagtesten Kombos aus der Region und darüber hinaus flott überzeugen. „Wir haben für alle Geschmäcker und Altersgruppen etwas im Repertoire“, betont Opgenoorth. Auf der Hauptbühne im Schatten des berühmten Ballerina-Clowns geben sich unter anderem die Funkrock-Meister der Peter Sonntag Band, Reggae-Star Sebastian Sturm, das Öcher-Blues-Duo Dieter Kaspari und Uwe Böttcher, die Mighty Sleepwalkers, die Pop-Indie-Formation Emma 6 und die Alternative-Rocker von Tideline die Ehre (siehe Info).

Das weithin bekannte Electro-Ensemble Grundrauschen hat sich ebenso in die lange Liste der Zugnummern eingetragen wie die Beatles-Cover-Band Get Back, die Hardrock-Experten von Neogene oder die erfolgreiche Rockabilly-Kombo Cable Bugs. Mit den DJs Chris Bid/Upper Cut, Mac Sicko & Mike Misfit sowie DJ Coma geben sich zudem drei kongeniale Konzertmeister der Konserve ein Stelldichein.

Damit den Fans während des Festival-Marathons die Kondition nicht ausgeht, ist für einschlägiges Catering in Gestalt von Currywurst und Fritten nebst klassischer Getränke-Palette selbstverständlich ebenfalls gesorgt, verspricht Gastronom Schumacher.

Und auch an die Meister der bildenden Künste ist gedacht: An allen drei Tagen (Freitag, 17.40 Uhr, Samstag, 15.30 und 17 Uhr, Sonntag 14.30, 15.30, 17.15 Uhr) gibt es Führungen durch das Forum. Beim „Familiensonntag“ können die Jüngsten in den Werkstätten unter Anleitung der Museumspädagogen nach Herzenslust experimentieren und basteln. Das Angebot ist selbstverständlich ebenso mit dem Eintrittspreis abgegolten wie die After-Show-Partys, die jeweils ab 23 Uhr ins Apollo-Kino an der Pontstraße (Freitag) und ins Hotel Europa in der Südstraße (Samstag) Lust aufs Weitertanzen machen. Gleichwohl bleiben die Tarife mit 20 Euro fürs komplette Festival respektive 12 Euro pro Tag ebenso im grünen Bereich wie der Großteil des Freiluft-Happenings im Park an sich.

So hoffen die Macher allemal auf mindestens 2000 bis 2500 Besucher – und natürlich auf feinste Temperaturen jenseits der kühlen Kunstkammern in der alten Schirmfabrik. Ach ja: Die bleibt – ebenso wie der LuFo-Parkplatz an der Lombardenstraße – natürlich auch für die Freunde der klimatisierten Meisterwerke zum normalen Eintrittspreis geöffnet.

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