Kickerturnier: Viele Tore für den guten Zweck geschossen

Von: Svenja Pesch
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Großes Gruppenbild am überdimensionalen XXL-Spieltisch: Am Kickerturnier für die Aachener Hospizstiftung im AOK-Haus nahmen insgesamt 36 Teams teil. Dabei wurden 12800 Euro für den guten Zweck erspielt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Nur wenige Sekunden nach dem offiziellen Spielbeginn hörte man schon erste Ausrufe des puren Glücks, aber auch der Verzweiflung. „Ja, erstes Tor, das wird unser Spiel“, rief Florian Weitz mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

36 Teams machen mit

Sein Gegenüber am Kickertisch brachte sofort die schwarzen Figuren in Position und konnte dadurch den nächsten Angriff gerade noch rechtzeitig abwehren.

Wie Weitz und seine Mannschaft hatten sich beim „2.Aachener Benefiz-Kickerturnier – spielend helfen“ insgesamt 36 Teams im Aachener Haus der AOK Rheinland/Hamburg eingefunden, um Spenden für die Hospizstiftung Region Aachen zu sammeln. Die AOK und die Hospizstiftung setzen damit nach der großen Resonanz des ersten Kickerturniers die Tradition fort, den Spaß mit dem guten Zweck zu verbinden.

„Es gibt kaum jemanden, der nicht gerne Kicker spielt, und wir haben durch die letzte Aktion gemerkt, dass wir Menschen auf fröhliche Art und Weise auf das Thema Hospiz und die Bedeutung dieser für unsere Gesellschaft so wichtigen Einrichtung aufmerksam machen können“, betonte Waldemar Radtke, AOK-Regionaldirektor. Viele Menschen hätten sich bislang noch gar nicht oder nur wenig ausgeprägt mit der Hospizbewegung befasst. „Unser Anliegen ist es deshalb auch, den Themen Sterben und Lebensende die Schwere zu nehmen, mit der sie zum Teil immer noch behaftet sind“, sagte er.

Neben dem Team der Förderer, die bis zu 500 Euro gespendet haben, beteiligten sich viele freie Teams, die jeweils 50 Euro zugunsten des „Projektes Hospiz am Iterbach“ beisteuerten. Für dessen Finanzierung werden 2,5 Millionen Euro benötigt, wovon derzeit aber noch etwa 400.000 Euro fehlen. „Mich freut es besonders, dass es uns gelungen ist, alle 15 Krankenhäuser aus der Städteregion Aachen und dem Kreis Düren als Unterstützer zu gewinnen,“ ergänzte Radtke.

Ulla Schmidt, Schirmherrin des Turniers und Vorsitzende des Kuratoriums des Hospizstiftung Region Aachen, verwies vor allem auf einen Aspekt: „Ein Hospiz lebt von den Menschen, die es tragen. Über den Tod wird allerdings viel weniger geredet als über das Leben, und genau das möchten wir ändern. Denn Anfang und Ende sind Teile des Lebens, weshalb es besonders wichtig ist, gerade die letzten Lebenstage so gut wie möglich zu verbringen.“ Und Fußball, wenn auch nur am Tischkicker, sei ein verbindendes Element.

Ab sofort in jedem Jahr

Kabarettist Hubert vom Venn verstand es in dem Zusammenhang perfekt, auf humorvolle Art und Weise über den Tod zu sprechen und ließ dabei einen kleinen Seitenhieb auf den Öcher Fastelovvend nicht aus. „Ein Totenkaffee in der tiefsten Eifel ist besser als jede Karnevalssitzung in Aachen. Was man dort hört und erlebt, gibt es nirgendwo anders“, witzelte vom Venn. Die drei anwesenden ehemaligen Karnevalsprinzen Michael Nobis, Boris Bongers und Dirk Courté trugen es tapfer mit Fassung. Sie spielten gemeinsam mit anderen Förderern am großen XXL-Kickertisch eine spannende Partie.

Nach vielen erzielten Toren, lauten Glücksschreien und Ausrufen der Verzweiflung verkündete Radtke das Ergebnis: Stolze 12.800 Euro sind durch das Turnier zusammengekommen. Kein Wunder, dass das Aachener Benefiz-Kickerturnier ab sofort jährlich im AOK-Haus stattfinden soll.

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