Kern des Festes wird sichtbar

Von: kaa
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Eröffnung "Krippen aus aller Welt" : Prälat Dr. Klaus Krämer (links), Missio-Diözesandirektor Dr. Manfred Körber und Oberbürgermeister Marcel Philipp bewunderten die kleinen Kunstwerke. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es ist Tradition, dass sich in der Adventszeit Menschen im kleinen Laden „Missio am Dom“ versammeln, der, seitdem neben dem Bistum Aachen und dem Missionshilfswerk „Missio“ auch das Kinderhilfswerk „Sternsinger“ mit im Boot ist, „Weltweit am Dom“ heißt.

Seit 20 Jahren eröffnet in dem ehrenamtlich geführten Laden eine Krippenausstellung, die daran erinnert, dass Weihnachten nicht nur in Deutschland gefeiert wird. Unter dem Motto „ … und sie fanden keine Herberge“ rückt „Weltweit am Dom“ die aktuelle Situation der Flüchtlinge in den Blick.

„Die Krippe hat auch etwas mit Herberge zu tun“, deutet Missio Diözesandirektor Manfred Körber die Zusammenhänge. Sie seien Provisorien, machten auf die Fluchtsituation aufmerksam. Darüber hinaus sind viele der ausgestellten Krippen in Ländern entstanden, die mittel- oder unmittelbar von Flucht betroffen sind, unter anderem aus Palästina, aus Afrika, wo die Region um die großen Seen ein großes Flüchtlingsgebiet ist, und aus Kolumbien, dem Partnerland des Bistums Aachen.

Prälat Klaus Krämer, Präsident der beiden Hilfswerke, freute sich, dass das Motto der diesjährigen Ausstellung „die Weihnachtsgeschichte und die aktuelle Situation in der Welt eng miteinander verknüpft.“ Es sei die Chance dieses Ladens, inmitten des vorweihnachtlichen Trubels den Kern des Festes wieder sichtbar zu machen.

Eine Idee, die auch Oberbürgermeister Marcel Philipp unterstützt: „Es ist wichtig, dass die Assoziation von Weihnachtszeit nicht nur der Glühwein ist, sondern dass wir auch zum eigentlichen Sinn des Festes zurückfinden.“ Im Rückblick auf das Jahr habe ihn auch die Heiligtumsfahrt sehr beeindruckt, die zahlreichen Würdenträger der Weltkirche hätten ihm die weltumspannende Bedeutung der katholischen Kirche vor Augen geführt: „Es ist wichtig, dass wir zu unseren gemeinsamen Wurzeln, zu unserem Glauben und zu unseren Werten stehen. Das tut der Stadt gut.“

Über 150 handgefertigte Krippen sind bis zum 6. Januar in „Weltweit am Dom“ ausgestellt, von der Miniaturkrippe aus Kronkorken bis hin zu einem prachtvollem dreiflügeligen Rentabel aus Peru. „Traditionell fertigten die Inka diese Form der Krippen und Altäre, um diese immer mitführen zu können“, erklärt Geschäftsführer Thomas Bürgerhausen.

Die Figuren der Krippe stellte der Künstler Max Ochante aus einer Modelliermasse aus Kartoffelstärke her, die im Anschluss handbemalt werden. Alle ausgestellten Krippen sind verkäuflich, die Erlöse fließen in Projekte der Hilfswerke. Außerdem betreut „Weltweit am Dom“ auch vier Krippen des Aachener Krippenweges, der ab dem 29. November begehbar ist, unter anderem die Krippen im Rathaus, in der Bahnhofsmission und an der Kirche Heilig Kreuz. Die Krippenausstellung „Weltweit am Dom“ ist montags bis freitags und an allen Adventssonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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