Keine Spur von Ruhe und Besinnlichkeit

Von: Robert Flader
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Kiste um Kiste rollt ins Briefzentrum 52: Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an der Kaubendenstraße haben das Ziel, dass rechtzeitig zu Weihnachten alles zugestellt ist. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. In der Briefsortiererei wird nichts zurückgelassen. Wenn der letzte Brief bearbeitet, die letzte Sendung verladen ist und Richtung Frankfurt, Köln oder Montabaur geht, dann erst hat Janina Janczyk Feierabend. „Das ist dann schon mal etwas stressig”, sagt sie und lächelt trotzdem. „Das gehört dazu.”

Stressig, das ist die Vorweihnachtszeit im Briefzentrum der Deutschen Post (BZ 52) an der Kaubendenstraße ganz sicher. Zwei Millionen Briefsendungen werden täglich in ein- und abgehender Richtung bearbeitet. „Ansonsten sind es rund 1,5 Millionen”, sagt Linda Goß. Von Ruhe und Besinnlichkeit ist vor dem 24. Dezember nichts zu sehen, „und selbst an dem Tag schauen wir, dass nach Möglichkeit alle Briefe ihren Empfänger rechtzeitig erreichen”, ergänzt die BZ-Leiterin.

Die Anlieferungsquote von 96 Prozent gehört deutschlandweit zu den höchsten, selbst in der Weihnachtszeit. Auch deswegen ist das Briefzentrum im Gewerbegebiet Eilendorf im vergangenen Jahr zum besten aller 82 gewählt worden. „Das klappte aber nur, weil wirklich jedem Mitarbeiter daran gelegen ist, alle Sendungen schnellstmöglich zu bearbeiten und wieder auf Reise zu schicken.”

Doch auch wenn die Verarbeitungsquote überdurchschnittlich hoch ist: Vor den Witterungsverhältnissen ist auch die Post nicht sicher. „Viele Fahrten der An- und Ablieferung sind in diesem Winter bereits ausgefallen”, sagt Linda Goß über den verhältnismäßig frühen Wintereinbruch 2010. „Wir versuchen dann trotzdem noch, so schnell es geht, alle raus zu schicken.”

Wie das gelingt? „Jeder der Mitarbeiter legt eine Schippe drauf, die Bereitschaft zu Mehrarbeit ist bei allen vorhanden. Auch wenn die Fahrten teilweise deutlich verspätet eintrudeln.” Mehrarbeit, Rund-um-die-Uhr-Betrieb: Damit rüstet sich das BZ 52 gegen die Brief- und Paketflut, nicht nur zur Weihnachtszeit. Es ist ein Kampf gegen die Uhr, jeden Tag.

Tipp: Wer sicher sein will, dass seine Weihnachtskarte bei Freunden und Verwandten pünktlich ankommt, sollte spätestens am Mittwoch, 22. Dezember, den Brief, die Sendung einwerfen. Das gleiche gilt für Pakete. „Ein bisschen Rücksicht auf die Paketboten wäre schön”, hofft Linda Goß auf einen weniger stressigen 24. Dezember.
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